Anne Will und die Zankweiber

Ich Doofe schau mir diese blöde Sendung ja leider doch immer wieder an, obwohl ich mir jedes Mal danach vornehme, mir dieses inhaltsbefreite Gequatsche niiieee mehr anzutun. Liegt vielleicht daran, dass es direkt nach dem obligatorischen Sonntags-Tatort kommt, und gegen die Macht der Gewohnheit kommen wir offenbar nur schlecht an. Außerdem hat man ja doch noch eine Spur Hoffnung, dass endlich eine Sendung mal besser wird …
Darauf zählt man wohl bei der ARD.

Gestern war es wieder gaaanz fürchterlich: Die kalte, arrogante und verlogene (ganz der Papa) Marketingfrau von der Leyen, die unbeirrt ihre allseits bekannten Textbausteine herunter leierte und dabei nicht vergaß, immer wieder geschickt das Wort „Kinder“ einzubauen – egal auf welche Frage sie gerade eigentlich zu antworten hätte, und die ebenso wenig glaubwürdige Schwesig, die versuchte, für ihre eigene Partei gegen das vdL-Geschwafel doch noch ein paar Pluspunkte herauszuholen.

Alle anderen Eingeladenen waren nur Randfiguren, die ab und zu als Stichwortgeber gebraucht wurden. Schade, denn zumindest vom Augstein hätte ich mir eigentlich mehr erwartet, aber gegen das nur schwer zu bremsende Computerprogramm von Frau von der Leyen kam er leider nicht recht zu Potte, und von Anne Will eine sinnvolle Steuerung mit wichtigen Fragen zu erwarten, haben wir mittlerweile aufgegeben.

Apropos „Eingeladene“:
Da greift Frau Will ja auch jedes Mal ziemlich daneben. Auch durch diese Entscheidungen ist in der Regel nicht zu erkennen, dass die Sendung ein Konzept hat, nach dem für die Zuschauer irgend ein tieferer Erkenntnisgewinn erreicht werden könnte.
Oder ist Oberflächlichkeit gar das Konzept?