Atombomben-Opfer in Japan – stigmatisiert?!

Im Moment gibt es – besonders auf PHOENIX – ja etliche Dokus zu den Atombomben auf Hiroshoma und Nagasaki.

In einer Nagasaki-Doku aus dem Jahr 1985 (von Hans-Dieter Grabe) erzählten einige Betroffene, dass man in Japan gesellschaftlich stigmatisiert – sozusagen verachtet – wird, wenn man (zwecks kostenloser Behandlung) einen „Atombomben-Opfer“-Ausweis beantragt. Dass Kinder von Atombomben-Opfern Schwierigkeiten haben, einen Ehepartner zu finden etc. …
Atombomben-Opfer (und ihre Nachkommen) werden in Japan also stigmatisiert.

Ja, spinnen die denn – die Japaner? Da leiden Menschen unter etwas, wofür sie nichts, aber auch GAR nichts können, auf schier unmenschliche Weise, und man verachtet sie deshalb?!
Was ist denn das für ein verqueres Denken?!

Und was passiert nun mit den Opfern der Fukushima-Katastrophe? Verachtet man die etwa auch, weil die so blöde waren, ausgerechnet in dieser Region zu leben???
Oder sind die Japaner mittlerweile klüger, mitfühlender, kritischer, weniger obrigkeitshörig (im Sinne von: Wenn es mir nicht gelingt, mein Land zu schützen, bin ICH schuldig?) geworden …?

Das will ich doch wohl hoffen!

Mehr Filme dazu:
(Eigentlich ist es nur ein Film in mehreren Teilen – also beim 1. anfangen …)