Ausstieg aus Atom – Einstieg in Gas?

Jeder hier weiß wohl mittlerweile, dass ich den Atomausstieg lieber heute als morgen hätte, aber nicht um den Preis, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben. Wenn dieses Gas, von dem da als Alternative die Rede ist, nämlich aus einer unkonventionellen Förderung im Fracking-Verfahren kommen soll, (wie das US-amerikanische Unternehmen EXXON es beispielsweise in Niedersachsen bereits umsetzt – mit verhängnisvollen Fehlern, wie MONITOR berichtete – und auch in NRW vorhat), sage ich eindeutig: NEIN!
(Hier ein Spiegel-Bericht aus 2010 dazu.)

Denn damit würden wir uns, unser lebenswichtiges Wasser und unser Land ebenso nachhaltig vergiften lassen wie durch atomare Strahlung. In einem Newsletter von Gegen Gasbohren, der eben bei mir eingetrudelt ist, steht u.a. folgende Information:

Das bei der unkonventionellen Gasförderung mitgeförderte Radium-226 ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Plutonium. Es ist ebenfalls ein starker Alpha-Strahler und richtet bei Inkorporation, d.h. Aufnahme in den Körper, ähnlich verheerende Schäden an. Radium-226 hat ebenfalls eine sehr lange Halbwertzeit (wenn auch “nur” 1600 statt 24.000 Jahre…) , aber es wird in der 4-Stufigen Skala der radiotoxischen Stoffe wie Plutonium in der höchsten 1. Stufe eingeordnet.“
Weitere Infos zur Gesundheitsgefährdung dieses Stoffes – hier als pdf-Datei.

Weiter stand in diesem Newsletter:

Es gibt nur einen Weg und der geht hin zu regenerativen Energieformen. Würde die starke Lobby der Energieriesen nicht so einen großen Einfluss auf unsere Politik haben, hätten wir -und da bin ich mir sicher- schon längst einen Weg gefunden?

Frage:

– Warum erhält der Bürger nicht eine Förderung für eines Mini-Windrad am eigenen Haus?

– Warum ersetzt man normale Gasheizungen nicht durch Mini-Bhkw´s und vernetzt Sie zu einem virtuellen Großkraftwerk?

– Warum dürfen noch Autos verkauft werden, die über 10 l Kraftstoff verbrauchen?

– Warum gibt es in Deutschland kein Tempolimit?

Antwort:

Weil das nicht gut für den Aktienkurs der Energiekonzerne ist und weil unsere Politiker geringere Steuereinnahmen befürchten.“

Das, was diese Antwort des Verfassers Mathias Elshoff als Gedanke aufwirft, frage auch ich mich schon lange, denn die vielen Sonnenkollektoren auf Deutschlands Dächern kann den Energiekonzernen ja nicht wirklich recht sein. An dezentraler Versorgung verdienen die nix

(Rechnet man diese privaten Einspeisungen übrigens mit ein, wenn es um den bisherigen Bestand an regenerativer Energie geht, frage ich mich.)

Und – ja – die Fragen oben halte ich für absolut berechtigt, denn da läge ein großes Potential, was allerdings die Geldscheffel-Maschine „großer Energiekonzern“ erheblich einbremsen würde. Aber in diese Richtung muss unbedingt sehr viel mehr passieren. Denn es geht ja nicht um das Überleben der Energiekonzerne, sondern um UNSER Überleben und das Überleben unserer Erde – wir haben keine zweite!
Ja, da bin ich sehr, sehr konservativ!

Brunnenvergiftung als Alternative zum Atom?
Nein Danke!
Wir müssen uns unbedingt verschärft gegen dieses verdammte, undemokratische Bergrecht wehren. Das muss weg! Wieso haben wir uns das nur so lange gefallen lassen? …

sto-fracking

Aktionstag gegen Fracking am 7. April 2011:

Nordwalde
Treffpunkt: KvG- Schule
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Was?: Marsch und anschließende Abschlusskundgebung vor dem Rathaus

Lünne
Treffpunkt: Heimathaus Lünne
Uhrzeit: 17.30 Uhr
Was? Marsch gegen Fracking zum Bohrplatz

Borken
Treffpunkt: Marktplatz Borken
Uhrzeit: 17.00 Uhr
Was? Kundgebung

Hamm
Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz Hamm
Uhrzeit: 17.00 Uhr
Was? Aktionstag mit Infostand

Drensteinfurt
Treffpunkt: Dreingauhalle
Uhrzeit: 17.30 Uhr
Was? Marsch durch die Stadt, Abschlusskundgebung vor der „Alten Post“

Herbern
Treffpunkt: Ortskern Herbern
Uhrzeit: 17.00 Uhr
Was? Nähere Infos folgen

4 Gedanken zu „Ausstieg aus Atom – Einstieg in Gas?

  1. Gucky sagt:

    Es gibt da so einen alten Indianerspruch. Dort heißt es unter anderem: wenn das letzte Wasser vergiftet ist, werdet ihr erkennen, daß man Geld nicht essen kann !

  2. Andy sagt:

    Tja leider alles nicht das wahre! An regenerativen Energien führt auf lange sicht kein weg vorbei, aber bis es denn nun soweit ist, bis der Energiebedarf in Deutschland zu 100% von regenerativen Energien gedeckt werden kann, ist es noch ein langer weg und ich bin der Meinung, dass Atomkraft die beste Übergangsmöglichkeit bietet (im vergleich zu kohle, gas durch fracking usw). Das soll nicht heißen dass ich für eine laufzeitverlängerung der bestehenden atomkraftwerke sind. wenn diese nicht mehr den aktuellen sicherheitsanforderungen genügen, sollten sie natürlich abgeschaltet werden und durch neubauten ersetzt werden (während zeitgleich die erforschung regenerativer energien bestmöglich gefördert wird).

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