WordPress-Update – gleich …

Kann sein, dass ich mir gleich alles zerschieße.

Versuche nämlich ein WordPress-Update auf die aktuellste Version.

*grusel*

Zur Not sind alle Inhalte weg, und ich muss nochmal ganz neu anfangen …
(Na, ist vielleicht auch nicht schlimm.)

Nahost und der Glaube an ein Gottesgeschenk

Gut, ich kann ja verstehen, dass die Menschheit in ihren Anfängen vieles noch nicht wusste und jedes Phänomen, jedes – auch kosmische – Ereignis, das man nicht verstand, als von einem „höheren Wesen“ gesteuert glaubte. Dieses Wesen nannte man dann irgendwann „Gott“ oder „Jahwe“ oder gab ihm einen anderen regionsgebundenen Namen und begründete verschiedene Religionen auf der Basis der spinnertsten Geschichten über diese Art „Übervater“.
Dass sich solcher Märchenkram bis heute hält, mächtige Institutionen begründete, die man inzwischen „Kirchen“ nennt, und die Jahrhunderte lang – bis heute, eine große – auch weltliche – Macht inne hat/te (die teilweise sogar *über* den weltlichen Herrschern rangierten), dass sich so ein Quatsch also bis heute gehalten und sogar gefestigt hat, ist doch mehr als verwunderlich. Jedenfalls dann, wenn man davon ausgehen könnte/sollte, dass viele Menschen, die an diese Institutionen und die Märchen, die sie erzählen, tatsächlich fest glauben, ansonsten recht kluge sind / sein mögen …

Aber jetzt mal im Ernst:
Wenn HEUTE jemand auf einem Stück Land säße, dieses sozusagen „besetzt“ hielte, und auf Nachfragen (oder auch frei heraus) behaupten würde, irgendein imaginärer „Gott“ habe ihm dieses Land geschenkt, bzw. überantwortet, oder – wie auch immer – übergeben, da er von diesem „Gott“ auserwählt worden sei, und dass es dazu keine rechtsgültigen Unterschriften gäbe, gehe das Grundbuchamt einen feuchten Kehricht an – was würde man heute mit so einem machen?
Ich denke doch, dass der ganz fix in der Klapse landen würde und eines von diesen Hemdchen angezogen bekäme, dessen Ärmel man hinten am Rücken zubindet …

Vor ein paar tausend Jahren konnte und durfte man aber auf solche Weise noch herum spinnen, ohne dass einem medizinische, rechtliche oder sonstige Konsequenzen drohten, da durfte und konnte man mit solchen Behauptungen und anderem spinnertem Kram sogar so was wie religiöse Macht erringen und sich – als Auserwählter – auch noch ganz toll finden, was in den folgenden Jahren/Jahrhunderten natürlich nicht jedem behagte, denn irgendwie möchte doch jeder sich gern als etwas Besonderes empfinden.

Zum aktuellen Konflikt im Nahen Osten:

Mir soll es recht sein, wenn die Hardliner beider Konfliktparteien sich gegenseitig platt machen, vielleicht gäbe es in der Region dann endlich mal Ruhe. Solche Verrückte braucht die Welt nicht.

Um dazu von ihrer Seite aus jedoch besonders die Richtigen beim Gegenüber treffen zu können, bräuchte die palästinensische Hamas allerdings auch Raketen, die bis ins Westjordanland zu den Hardliner-Siedlern reichten. Oder – ebenso wie die Israelis – Kampfjets, die genauso aus der Luft terrorisieren und töten könnten, wie die Jets der Israelis.
„Leider“ ist jedoch die Waffengewalt in diesem Konflikt sehr, sehr ungerecht verteilt. Dazu hat derjenige, der behauptet, das Land, das er besetzt hält, habe „Gott“ ihm vor vielen, vielen Jahren einmal höchst persönlich übereignet (davon sind gerade die israelischen Siedler ja mächtig überzeugt!), zu viele mächtige Freunde in der Welt. Ja, und die haben alle (zu Recht!) ein schlechtes Gewissen, weil man die Vertreter dieser Glaubensrichtung in früheren Zeiten unfassbar schlecht behandelt hat. Vorneweg natürlich mein Heimatland mit seinen unmenschlichen und unverzeihlichen Verbrechen an jüdischen Mitmenschen. Daher steht man nun in der aktuell politisch handelnden Generation besonders eilfertig an der Seite Israels.
Aber die eigenen Verbrechen in früheren Zeiten, die frühere jüdische Generationen erleiden mussten, rechtfertigen nicht, dass man HEUTE noch mit ähnlichen Verbrechen weiter macht – nur eben an einem anderen Volk, das man gnadenlos enteignet hat, dem man zig Grenzen vor die Nase setzt, ihnen durch ständige Kontrollen die Luft zum Atmen nimmt, ihnen nur wenig vom vorhandenen Wasser zuteilt, die man mit einer Seeblockade belegt, deren Land man durch Mauern zerteilt und ihnen keinen eigenen Staat zugesteht, denen man die Früchte ihrer Landarbeit aus dem willkürlich zerteilten Boden reißt, und, und, und …
Ich glaube, da wäre auch bei mir die Wut so groß, dass ich explodieren könnte, und es wäre vielleicht gut, wenn sich dazu jeder mal für sich selbst die Frage stellte, ob er das aushalten könnte …

In diesem Konflikt tun mir auf beiden Seiten nur die friedvollen Unbeteiligten leid, Zivilisten in Israel und Palästina, die von diesen – leider tödlichen – Kindergarten-Spielchen der Hardliner ebenfalls betroffen sind, obwohl sie die Auseinandersetzung gar nicht wollen. Sei es dadurch, dass sie als Soldaten hinein gezwungen werden, oder dadurch, dass ihnen in ihren Häusern Bomben und Raketen um die Köpfe fliegen.

Wann wird man im Nahen Osten endlich erwachsen und beendet diese politischen Schachzüge, die doch so viele Menschen das Leben kosten …?!

Die Elefanten meines Bruders

Erwachsene haben ja oft Migräne. Das kommt, wenn das Hirn nicht mehr so leistungsfähig ist wie bei einem Kind. Dann warten die Erwachsenen auf schlechtes Wetter und bekommen Migräne.

Heute habe ich mich mit einem Buch beschäftigt, das kein trauriges ist, obwohl es zunächst so scheinen mag. Deshalb weise ich an dieser Stelle erst einmal ausdrücklich darauf hin.

Das Buch trägt den Titel:
DIE ELEFANTEN MEINES BRUDERS
und es ist von Helmut Pöll

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Es ist übrigens auch kein Buch nur für Jugendliche, das sollte ebenfalls gesagt sein.

Aber zunächst etwas zum Inhalt:

Billy Hoffmann ist elf und findet es doof, dass zwischen seinem Vor- und Nachnamen kein „Tiee“ steht wie bei einem Amerikaner. „Tiee“ stünde für Trevor oder Timothy, was ziemlich cool wäre. Sein größter Wunsch ist es, mit seinem großen Bruder Phillipp in den Zirkus zu den Elefanten zu gehen.

„Wir wollten ganz vorne sitzen. Wir sind aber nicht in den Zirkus gekommen, weil Phillipp an dem Abend totgefahren worden ist und meine Mutter ihn die Böschung hochgetragen hat und jetzt keine Mäntel mehr anziehen kann. Wegen dem Blut eben, an das sie sich immer erinnert.“

Das ist vier Jahre her. Seine und Phillipps Zirkuskarten hat Billy immer noch und hütet sie wie einen Schatz.

Mit seinen elft Jahren leider er an ADHS.

Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndrom.

„Das habe ich aber gar nicht“, sagt er. „Ich habe nur viel Energie. Soviel wie ein Fusionsreaktor. Und Kindern mit ADHS darf man nichts tun.“ Deshalb rennt er auch zwanzigmal um die Säule vor der Tiefgarageneinfahrt, bis seine Mutter das Auto geholt hat – und muß zwanzigmal in anderer Richtung zurückrennen, bevor er einsteigen kann.

Die Welt der Erwachsenen erlebt er als willkürlich, scheinheilig und zutiefst verstörend. Auf keinen Fall erstrebenswert. Von Beruf will er später mal Spaziergänger werden, vielleicht auch Raumkreuzerkommandant. Er versteht nicht, warum er in der Schule ausrechnen soll, wie viel Benzin ein Auto für „soundsoviel Kilometer“ braucht, wenn er doch sowieso nur U-Bahn fährt oder sich später mal ins Raumschiff hochbeamen läßt.

Sein Rüstzeug für den Umgang mit der Realität bezieht Billy haupsächlich aus Filmen, die er mit seiner Schulfreundin Mona fast pausenlos sieht. Er ist eine wandelnde Filmdatenbank und antwortet auf die Fragen von Erwachsenen wenn möglich mit Filmzitaten seiner Helden. Das gibt ihm Sicherheit. Aber so verschwimmen Fiktion und Wirklichkeit immer mehr miteinander.

Als seine Tante potentielle Amokläufer beiläufig „Kochtopfmenschen“ nennt, weil sie in die Luft gehen können wie der Schnellkochtopf seiner Mutter, liefert sie ihm ein folgenreiches Stichwort.
Ab jetzt sieht Billy überall Amokläufer, vor allem in der U-Bahn. Einen von ihnen, einen vermeintlichen Bombenbauer, beschattet er nach der Schule, verfolgt ihn bis zu seiner Wohnung und alarmiert die Polizei über einen bevorstehenden Anschlag am Hauptbahnhof. Die Polizei stürmt die Wohnung, findet aber nur einen harmlosen, verwitweten Rentner.

Damit nimmt Billys Leben eine unerwartete Wende. Seine Familie und der vermeintliche Bombenbauer freunden sich an und der Rentner wird zum väterlichen Freund. Und sehr bald stellt sich heraus, dass der alte Mann einen verunglückten Enkel in Phillipps Alter betrauert, der ebenfalls gerne mit in den Zirkus zu den Elefanten gegangen wäre.

Die Rezensionenz.B. bei Amazon – sind voll des Lobes für „DIE ELEFANTEN MEINES BRUDERS“.
Stellvertretend für alle möchte ich hier zwei kurze Zitate anführen. Einmal das „Fazit“ von Frederik Weitz: „Der Autor hat ein hervorragendes Buch geschrieben, mit großer psychologischer Feinfühligkeit, ohne dass er diese dem Leser auf die Nase drücken muss. Die Geschichte selbst hört sich nicht spannend an, ist es aber, weil man diesen Jungen einfach lieben muss. Man entkommt ihm nicht, nicht seinen Überdramatisierungen und nicht seinem Humor. Nimmt man noch die hervorragende Erzählweise dazu, kann man dieses Buch nur empfehlen.“

Und auch ein paar Sätze des Rezensenten Sky:
D(ies)er leise Ton macht die Handlung aus. Das Auge für’s Detail, die Schlichtheit und Reinheit im Text und die Unberührtheit des Schmerzens, der doch so tief sitzt. „Die Elefanten meines Bruders“ ist kein lautes Werk, welches schreit und rumrennt, sondern hinter seiner Fassade Traurigkeit und Leid versteckt, welches sanft durchscheint.
Das Ende passt sich dem an. Man erwartet es, man denkt es sich ab der ersten Seite, und doch, so wie es kommt, leise und ausklingend, wie eine Befreiung, macht es das Herz schwer und bringt uns ein Lächeln auf das Gesicht
.“

Den Rest kann ja jeder selbst lesen.

Die Elefanten meines Bruders
von Helmut Pöll
Taschenbuch, 262 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (28. August 2012)
ISBN-13: 978-1479102402
EUR 9,96

Die Facebook-Seite dazu …

Die WebSite dazu …

Absoluter Rekord

Ich hab gerade mal in meine Statistik geschaut:
Am 27. Juni 2012 waren tatsächlich 932 Leute hier zu Besuch.
Das ist absoluter Rekord!