Biogas

Phoenix – Bundestag* – Lehren aus Tschernobyl:
Ein CDU-Mensch denkt – angesichts der bisherigen Atom-Katastrofen – über alternativer Energien nach und zählt die unterschiedlichen Formen auf. Dabei – erwähnt er – haben auch die ihre unangenehmen Seiten, und er benennt beim Biogas, dass für die Erzeugung von Biogas Flächen verbraucht werden, die eigentlich zur Nahrungsgewinnung gebraucht würden.
Da muss ich – oh Wunder – doch tatsächlich mal einem CDU-Mann zustimmen.
Als von Biogas vor etlichen Jahren anfänglich die Rede war, war ich davon natürlich begeistert, da ich davon ausging, dass in diesen Anlagen nur ABFÄLLE zu Gas gemacht würden, also (ausgedroschenes) Stroh, Mais (ohne die Kolben) und alle möglichen anderen Pflanzenteile, die nach den für die Ernährung verwertbaren Anteilen übrig geblieben wären. Eine tolle, sinnvolle Verwertung dieser Abfälle, hab ich gedacht. Nicht im Traum wäre ich davon ausgegangen, dass es einen Extra-Anbau NUR für die Verwendung in Biogas-Anlagen geben würde. Ich wäre doch nie auf die Idee gekommen, dass man STATT der Nahrungsmittel, die die Welt dringend benötigt, Äcker NUR noch für die Erzeugung von Energie missbrauchen würde.
Aber da war ich, wie man mittlerweile leider feststellen muss, wohl absolut naiv, denn – von mir selbst ausgehend – habe ich nicht berücksichtigt, dass auf dieser Welt eben zu viele Menschen nur die Dollarzeichen in den Augen haben. Da macht die Gier mal wieder eine an sich gute Idee zur Farce … 🙁

(*Ich kann die Bezeichnung „Reichstag“ nicht leiden, auch wenn das Gebäude – leider – noch immer so heißt. Wir sind kein Deutsches „Reich“ mehr. Ich halte „Reichstag“ – angesichts unserer deutschen Vergangenheit – für absolut peinlich, nicht mehr zeitgemäß und völlig unangebracht …)