Küken-Brutbox zu verschenken!

Nun wird es demnächst wieder Frühling, und vielleicht hat jemand Lust, mit der Hühnerhaltung anzufangen. Ich hätte eine Küken-Brutbox zu verschenken, mit der man sich – so man sich denn befruchtete Eier besorgen kann, selbst Küken ausbrüten lassen kann!
Bilder davon kann man hier sehen, da hab ich von diesem aufregenden Ereignis ein Schlupftagebuch geführt, und die Hühner-Info hat das (mit meiner Genehmigung) damals übernommen: http://www.huehner-info.de/infos/brueten_tagebuch.htm

Müsste nur bei uns in Neuenkirchen (bei Rheine) abgeholt werden. (Bei Interesse bitte per Mail – steht hier im Impressum – mit mir in Verbindung setzen und Termin vereinbaren!)

Die Kükenschlupf-Tagebuch-Datei setze ich vorsichtshalber auch hier nochmal mit ein, da man ja nie weiß, ob die Inhalte hinter Links ewig so bleiben. Immerhin existiert diese Seite bei der Hühner-Info nun schon seit über 14 Jahren, vielleicht mistet man dort ja irgendwann mal aus …

Fotografiert hab ich damals im Jahr 2001 übrigens noch mit einer allerersten Digi-Kamera, die ich von einem Freund geschenkt bekommen hatte, nachdem er sich selbst eine neue gekauft hatte. Ein seltsames, kleines Ding, sehr, sehr „einfach“, aber immerhin, ich hab mich gefreut … 😉
Aber da es so ein einfaches Kistchen war, sind die Fotos damals noch nicht so ausgefallen, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem sind sie für mich quasi ein „historisches“ Dokument, das ich nicht verlieren möchte, denn die größeren Originalversionen hab ich auf keiner meiner Platten mehr finden können.

Küken schlüpfen

1. Mai 2001

Da ist er nun – der Monat, in dem es das schönste Grün und die grellsten Blütenfarben gibt, in dem es in den Adern kribbelt und nicht nur die Maiglöckchen sprießen. Draußen noch nicht alles verschandelt von dunklen Pilzflecken, Mehltau und all den anderen Heimsuchungen der Natur/des Sommers, und in uns selbst das Scharren mit den Hufen. Neustart. Frisch gemähter Rasen überall. (Riech ich furchtbar gern.) Gestern abend Maifeiern, gut gelaunte Leute, (da sieht man mal wieder, was Licht und Wärme bewirken), Musik …. dummdidumm…

2. Mai 2001

  1. Bruttag: Ich hab gerade eben was Tolles erlebt! Wasser in die mittlere und in die kleinste Rinne gefüllt, dann noch kurz lüften lassen, mich vor die Brutkiste gehockt und die Eier testweise mal ein bissel angepiept und ruhig auf sie eingesprochen. Ich weiß ja, dass eine Glucke bei der Brut auch mit ihren Eiern kommuniziert, und da nun klar ist, dass wohl *ich* die Mama spielen muss, mach ich da prägungsmäßigauch nix kaputt, dachte ich mir.
    Zuerst war es nur eins, dann immer mehr: Die Eier bewegen sich, wenn man mit ihnen redet!!!
    Toll, was?
    Eins von ihnen scheint besonders hibbelig zu sein. Kann es wohl kaum abwarten … *g*Das Ei mit dem kleineren Keim hab ich gestern abend doch rausgeholt. Ist nicht weiter gewachsen, das kleine dunkle Ding drinnen. Viel zu viel Helles noch drum herum, und da ging ich davon aus, dass es abgestorben ist. Zumal es – im Gegensatz zu den übrigen – schon beim kurzen Lüften rasch auskühlte. Die anderen wärmen weiter mit Eigentemperatur.
    Vielleicht mache ich nachher mal die Warm-Wasser-Probe. Erstens ist es so kurz vor dem Schlupf gar nicht schlecht, wenn die Schalen mal ein wenig feuchter werden, und zweitens kann man auch _dabei_ sehen, wie lebendig die Kleinen sind. Habt ihr schon mal Eier im warmen Wasser tanzen gesehen?

Kuekenschlupf-1
Und so sieht es im Moment aus – das Gelege. Im mittleren Ei aus der zweiten Reihe von links (unterm Thermometer) geht die Party am heftigsten ab. 😉

Morgen kommen die Wenderollen raus, damit die Kleinen sich beim Schlupf nicht die Füßchen einklemmen.
Nee, ich hab mir die Anleitung gerade noch mal durchgelesen. Der Einsatz musste heute schon raus, und jetzt darf die Kiste bis zum Schlupf nicht mehr geöffnet werden, damit das feuchtwarme Schlupfklima nicht mehr zusammenbricht. Wenn die Kleinen sich alle ausgepellt haben, müssen sie 24 weitere Stunden drin bleiben. In der Zeit leben sie von ihrem Dottersack, trocknen langsam ab und verwandeln sich in die Wollkügelchen, als die wir sie kennen.

3. Mai 2001

Vor lauter Steuer-Akten-und-Papierstapel-Gewühle während der letzten Tage hab ich kaum Nachrichten mitbekommen.
Morgen geht es endgültig zum Steuerberater. Jetzt hab ich – so weit ich es überschauen kann – endlich alles beisammen. Drei Kreuze und Ruhe bis zum nächsten April! Hach … <reckundstreck>

4. Mai 2001 (nachts um 00:33)

Es klopft schon zart gegen die Eierschalen, und wenn man den Atem anhält, hört man es leise fiepen in der Brutkiste … 😉

4. Mai 2001 (12:04)

Gerade aus einem der Eier kurz das erste Schnäbelchen herausschauen gesehen. Bricht eine kleine, runde Platte aus der Schale – ca. 3-4mm im Durchmesser.
Außerdem ist das Piepen jetzt mehrstimmig und teilweise schon ziemlich laut.

4. Mai 2001 (14:06)

Das zweite Ei ist angepickt. Die Stimmen werden lauter. Imme meint, es klingt „verzweifelt“, weil sie nicht so schnell rauskommen, wie sie wollen. <lach>
Nee, nee, da wird nix geholfen, die Kiste bleibt zu.

4. Mai 2001 (15:43)

Ich komme gerade vom Steuerberater zurück, und was sehe ich?
Juchhuu, das erste Küken ist raus! Das aus dem zweiten angepickten Ei. Scheint energischer, als das aus dem ersten.
Dunkel isses – mit einem braunen Streifen auf der Stirn. Und natürlich noch nass. Könnte vielleicht ein braunes werden … 😉

4. Mai 2001 (17:41)

Zwei weitere Eier angepickt, und ein neues Küken da! (Auch ein dunkles übrigens. Mit hellem Brüstchen.)
Mann, ist das SPAAANNEND!! ;-))
Kaum zu glauben, was da innerhalb von so kurzer Zeit so alles komplett heranwächst. Wahnsinn!

4. Mai 2001 (21:29)

Es zieht sich jetzt ja doch länger hin, als ich dachte. Zwei neue Eier zwar angepickt, kleine Löchlein drin, lautes Gepiepe daraus, aber richtig frei von der Schale sind noch immer nur zwei.

4. Mai 2001 (23:55)

Hier zwei erste Fotos. Sie sind nicht so toll. Ich hab sie ohne Blitz durch das Sichtfenster des Brutkastens geschossen und dann stark aufgehellt. Aber es ist doch schon mal was, oder?

Kuekenschlupf-2
Kuekenschlupf-3
Grob erkennen kann man was, gell? 😉

Stand der Dinge:
2 Küken ausgeschlüpft.
Eins fast (das mit dem unteren Loch ist schon ziemlich weit jetzt).
2 Eier angepickt, und man sieht, dass weiter daran gearbeitet wird.
Weitere Eier in Bewegung.

5. Mai 2001 (01:09)

Vier Küken sind jetzt da. Ein helles und drei dunkle.
Das helle kann genetisch nur von meinem Lieblingshuhn Fritzi stammen.

Das helle Hühnchen wird natürlich – so bald es trocken ist – eins von diesen gelben Kügelchen, die Engelbert als Vorstellung im Kopf hat. Und wenn es ein Hahn ist, Engelbert, kriegt es deinen Namen. 😉
Sonst noch jemand Namenswünsche? (Broxi und Geli sind schon weg, aber wie es ausschaut, brauch ich noch ein paar … *g)

Kuekenschlupf-4 Kuekenschlupf-5 Kuekenschlupf-6  Kuekenschlupf-7 Kuekenschlupf-8 Kuekenschlupf-9

5. Mai 2001 (10:00)

Ich spurte hier zwar schon seit etwa sieben herum, hab aber jetzt erst neue Fotos gemacht und brauchte eine Weile, bis ich sie einigermaßen so hatte, dass man was erkennen kann. (Die Bilder waren pechschwarz. Zu sehen war zunächst gar nix.)

Hier zum Beispiel:
Kuekenschlupf-10

Das Helle und zwei Dunkle – ja, ich weiß, ging nicht besser ohne Blitz.
Könnte fast von Hamilton sein, was? 😉

Oder dieses hier:
Kuekenschlupf-11
Der (?) kleine Engelbert
Man beachte die Schmachtlocke am Hinterkopf. *g*

Stand der Dinge:
8 Küken geschlüpft – ein helles, sieben dunkle.
1 Ei angepickt – aber das war es gestern abend schon.
Ich schätze, das Kleine hat es nicht geschafft.
Und ich schätze weiter, dass nix mehr kommt …

5. Mai 2001 (13:02)

Gerade eben hat mich noch ein braun-schwarz-gesprenkeltes Küken überrascht! Das neunte also.
Aber immer noch nix aus dem gestern schon angepickten Ei.

5. Mai 2001 (19:12)

Endlich sind die Kleinen raus aus der Brutmaschine. Ich hab sie eben umgepackt in ihre neue Kiste. Etwa 4 Wochen lang wird das nun ihr „Eigenheim“.

Kuekenschlupf-12 Kuekenschlupf-13 Kuekenschlupf-14

5. Mai 2001 (20:36)

Kuekenschlupf-15 Kuekenschlupf-16
So, jetzt werd ich mit Michi auch erst mal lecker chinesisch essen gehen.
😉

Die übrigen Eier sind noch in der Brutmaschine. Könnte ja sein, dass noch was kommt …
Falls nicht, ist es auch nicht schlimm. Diese 9 Küken wachsen schnell, und dann weiß man, dass es ganz schön viel ist. 😉

6. Mai 2001

Ach, es ist schon fantastisch.Am siebten Tag gerade mal ein dunkler Punkt im Ei, und nun ist alles dran, was dran gehört: Schnäbel, Füßchen, Augen – ein kleines, komplettes Körperchen, eingehüllt in puscheligen Flaum. Toll, was die Natur da in so kurzer Zeit zustande bringt! Ich bin beeindruckt.

Neben dem Kükenaufzuchtfutter aus der Mühle hab ich den Kleinen heute morgen klein gehackte Brennnesselspitzen und hartgekochtes Ei gegeben. Ja, Pearlie, das kenne ich auch noch von meiner Großmutter. Am liebsten würde ich die Küken auch NUR so füttern, aber ich hab auch ein wenig Angst vor Kokzidiose, (und in diesem Aufzuchtfutter ist halt ein vorbeugendes Mittel immer gleich mit eingebaut.)
Informationen über diese Krankheit hab ich schon länger, (auch wenn noch nie bei eigenen Tieren erlebt), doch Warnungen wie diese lassen mich dann doch wieder vorsichtig sein:

„Wenn Sie jetzt wieder neue Küken aufziehen, denken Sie daran:
Die Kokzidiose ist eine der am weitesten verbreiteten Erkrankungen im Geflügelbereich. Die Kokzidiose ist eine durch Darmparasiten hervorgerufene Darminfektion, die besonders in der Jungtieraufzucht zu heftigen Durchfällen und damit verbundenen erheblichen Tierverlusten führen kann. Auch Küken, die eine Kokzidiose überstehen, bleiben immer in ihrer gesamten Konstitution hinter gesunden Tieren zurück. Die Farbe der Ständer und die gesamte Gefiederentwicklung dürfen in ihrer Entwicklung im Kükenalter nicht durch Krankheiten gestört werden. Eine Darminfektion z.B. durch die Erreger der Kokzidiose führen aber zu einer Darmentzündung, die die Küken schwächt.“

Tja, leider muss man sich mit diesen Dingen beschäftigen, so bald die Küken aus dem Ei sind. Denn natürlich fragt man sich: Wieso schaffen es die Kleinen bis zum Schlupftag, bringen sogar ein Loch in die Schale, und dann geht nix mehr, und sie sterben ab?

Nachdem ich vorhin die Brutmaschine ausgestellt habe, musste ich – neugierig, wie ich nun mal bin – natürlich nachschauen, was in den übrigen Eiern los war. Zwei angepickt. Darin ein braunes und noch mal ein weißes. Schade aber auch! Beide voll ausgebildet. Dann hab ich noch eins aufgemacht. Wieder ein voll herangewachsenes schwarzes drin mit hellem Brüstchen.
Hach, da könnte man … Schlimm, dass so etwas passieren kann, nicht wahr?

Jetzt ist die Brutmaschine ausgewaschen und desinfiziert und trocknet draußen unter der Veranda.

Die 9 Kleinen sind gut drauf. Fressen, trinken gut, säubern sich das … (wollte gerade schreiben „Fell“, weil es ja in der Tat noch so aussieht. *g)

Und Engelbert hat gedichtet:

„ich wollt‘, ich wär ein Huhn
und hätt‘ nicht viel tun
und eh‘ ich’s mich versehe
ich in einer Kiste stehe
und wie immer Außenseiter bin
denn sonst sind lauter and’re drin
bin gelb, flauschig, kuschelweich
und an Phantasien reich
denn vielleicht schon bald ich krähen kann
weil ich werd‘ ein richtig großer Hahn“

Schön, Engelbert. 😉
Und nein, natürlich kann ich die dunklen Küken jetzt noch nicht auseinander halten. Doch in ein paar Tagen, wenn sie ein bissel gewachsen sind – man mag es kaum glauben -, erkennt man ein paar Eigenheiten, wenn man die Süßen täglich ein paar Mal sieht. Dann gehts.

7. Mai 2001

Krach – Peng – Bumm! Irgendwas ist umgefallen. Wilde Aufregung im Wohnzimmer. Dodo knurrt. Eine Katze auch. Und durch den Türspalt sehe ich vom Büro aus etwas Dunkles über den Boden flitzen. Dodo und zwei Kater hinterher. Nein, das war keine Maus. Zu groß dafür. Die werden mir doch keine Ratte …?
Eilig sehe ich nach. Vor dem Sofa scheint Dodo es erwischt zu haben. Es zappelt in ihrer Schnauze. Willie ist auf dem Sprung, und Felix hält sich – wie immer – ein wenig zurück. Schissbüx. *g*
Ein kleines Karnickel!
Als ich vorwurfsvoll „Dodo“ schimpfe, lässt sie es sofort fallen. Das Kleine spurtet zurück. Einmal wieder quer durch die 13 Meter – bis hin zur Glastür nach draußen. Springt verzweifelt gegen die Scheibe. Willie ist schon fast dran.
Doch ich bin schneller. Greife zu, bekomme es zu packen. Tür auf, Karnickel raus, Tür wieder zu. Gerettet. Willie geifert ihm nach, aber keine Chance mehr … 😉

Die Küken sind wohlauf. Ein wenig auseinander halten kann ich sie schon. Neben dem weißen Engelbert setzt sich der pechschwarze Jonas von der Gruppe ab. Einige haben weiße Flügelspitzen, ein weißes Lätzchen und einen weißen Pöter. Bei anderen ist das Hälschen grau und der Popo auch. Flügelchen teilweise auch grau oder schwarz. Wie viele es jeweils genau sind, kann ich noch nicht genau ausmachen, weil sie ständig durcheinander rennen. Aber das bekomme ich auch noch raus. *g* Ich werde nachher mal versuchen, neue Fotos zu machen.

8. Mai 2001

Wie geht es den Küken?
Gut! 😉

Engelbert und der schwarze Jonas legen schon mal die Ränge fest:
Kuekenschlupf-17

Auge in Auge, Schnabel an Schnabel …
Ja, schon nach zwei Tagen geht es richtig zur Sache.

Kuekenschlupf-18
Die Zeit des In-die-Ecke-Quetschens ist vorbei.
Fressen gut, saufen gut, alles gut. 😉

 

Rolf Ersfeld: Vereinzelt Nebel. Roman.

Man könnte als Autorin fast neidisch werden – wegen soooo viel schriftstellerischem Fleiß. Rolf Ersfeld haut in kürzester Zeit einen Roman nach dem anderen heraus, und alle werden wirklich gut und sind hochgelobt! Der Mann kann einfach schreiben und hat ständig neue, interessante Ideen!

Sein neuestes, 5. Werk trägt den Titel „Vereinzelt Nebel„.

vereinzeltNebel

Vereinzelt Nebel. Roman von Rolf Ersfeld IL-Verlag, Basel, 2014 Paperback, 322 S. ISBN: 978-3-905955-99-6

Klappentext:
Im behüteten Kosmos eines kleinen Dorfs wächst die fantasievolle Isa auf. Ihre Freundin Agnes, mit der sie symbiotisch verbunden ist, verschwindet von einem auf den anderen Tag und hinterlässt quälende Ungewissheit. Der sensible Pianist Claudio wird zum vertrauten Freund, aber sein Verhalten gibt Rätsel auf, die sie nicht zu lösen vermag.
Isa verlässt das Dorf in eine Glamourwelt der Intrigen und freizügigen Moral, immer von dem Gedanken beherrscht, Agnes wiederzufinden. Vieler Versuchungen zum Trotz bleibt sie sich treu, geht beharrlich ihren Weg zur erfolgreichen Künstlerin, und auch Agnes Schicksal klärt sich schließlich auf unerwartete Weise.
Fesselnd und berührend spannt sich ein Lebensbogen der Protagonisten, zeigt persönliche Tragödien, gesellschaftliche Intoleranz, Facetten von Liebe, Freundschaft und den Fluch, der auf einem beschaulichen Dorf lastet.
Ein feinsinniger Roman voller Spannung und mitreißender Erzählkunst.

Wer Lust auf einen neuen, echten Ersfeld hat, kann das Buch z.B hier (bei Amazon) oder hier (direkt beim Verlag) erwerben. Es wird mit Sicherheit ein Leseerlebnis!

Mehr Ersfeld-Bücher …

Schon wieder musste ein neues Sofa her!

So hübsch ich ja auch das Sofa fand, das am 16. August 2008 bei uns angekommen ist,

so enttäuscht war ich dann doch, dass der Stoff sehr rasch verschlissen war. Da aber die Federung darunter noch einigermaßen gut war, hab ich noch eine Weile drauf gesessen.
Irgendwann war ich es jedoch leid und hab mir in unserem örtlichen Möbelhaus „Kösters“ ein neues bestellt. Dieses hier:

Das ist zwar etwas breit – bzw. tief, nimmt also viel Platz im Raum ein, doch man kann prima darauf schlafen. Auch mit Hund … 😉
Und der Michi hat für seine Siestas auch ein bequemes Sofa. Ein Ledersofa, das zwar recht altmodisch anmutet, dafür aber sicher auch schon um die 40 Jahre alt ist.
(Soooo lange halten die neuen Dinger nicht durch – leider!)

Und da gerade die Maler bei uns waren, sieht alles schön frisch und sauber aus. 🙂

Das Ende der Toleranz?

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein weitestgehend toleranter Mensch bin. Ich lebe nach dem Motto: Leben und leben lassen – so lange es meinen ganz privaten Lebensraum nicht negativ beeinträchtigt. Für mich wäre es z.B. überhaupt keine Frage, dass homosexuelle Paare, die sich entschlossen haben, ihr Leben gemeinsam zu verbringen und zu heiraten, mit heterosexuellen Paaren gleichgestellt werden müssen – und zwar völlig, auch steuerlich. Ehe wäre da für mich einfach Ehe, und es fiele mir im Traum nicht ein, eine dieser Ehen als irgendwie anders zu behandelnde „Homo-Ehe“ zu bezeichnen. Ich finde, die Politik geht es einen Scheißdreck an, wie und wen die Menschen lieben und mit wem sie verheiratet sein wollen, um für sich gegenseitig eine rechtlich abgesicherte Verantwortung zu übernehmen. Das ist kein Feld, in das man hinein zu regieren hat – auch nicht mit rechtlicher Ungleichstellung, weil einigen Politikern aus ideologischen oder religiösen Gründen ganz einfach ein bestimmtes Lebenskonzept nicht passt.

Man weiß zudem, dass ich immer – und immer schon (!) – eher auf der Seite der Armen und Schwachen stehe, als auf der von Leuten, die sich – mit welchen Tricks und bei welchen Gelegenheiten auch immer – die Taschen voller Geld stopfen (können), sich Einkommen in unvorstellbaren Höhen einverleiben und lieber Mitarbeiter entlassen, als Abstriche von eigenen Pfründen zu machen, die für mich keinerlei Berechtigung haben. Für mich rechtfertigt z.B.  NICHTS zweistellige Millionenbeträge pro Jahr, und schon mal gar nicht Extrazahlungen (Boni) obendrauf – für eine Arbeit, die ohnehin schon zigfach überbezahlt ist – im Gegensatz zu Mitarbeitern, ohne deren Arbeit ein Unternehmen nichts, aber auch gar nichts erwirtschaften könnte. Man müsste mal ausrechnen, wie vielen Menschen man ihren Arbeitsplatz lassen könnte, wenn ein Manager erhebliche Abstriche an seinem unverdienten Einkommen („Verdienst“ kann man es ja nicht nennen) hinnehmen müsste.
(Manchmal erinnert mich das bisher fast kritiklose Abnicken solcher Managergehälter an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider„. Da tut zunächst auch jeder, obwohl der Kaiser nackt vor ihnen steht, als sei alles in Ordnung, bis ein Kind sich mit der Wahrheit zu Wort meldet …)

Von mir aus können wir gern auch Menschen aus anderen Ländern aufnehmen, die in ihren Ursprungsländern ausgegrenzt, verfolgt sind, oder sonst in irgendeiner Form zu leiden haben. Das Wort TEILEN hat für mich eine große Bedeutung. Was mich aber in entsprechenden Reportagen schon immer gestört hat, waren Bilder, die eine total verdreckte und verwahrloste Gegend gezeigt haben, in der solche Menschen angeblich leben MUSSTEN.
Ich finde, niemand muss in einer verdreckten Umgebung leben. Da kann man auch mal selbst Initiative ergreifen und kräftig aufräumen, den herumliegenden Müll einsammeln (am Besten gar nicht erst achtlos wegwerfen!) und vielleicht ein paar hübsche Pflänzchen aus der Umgebung holen und einsetzen, um es sich selbst – trotz der Misere – einfach schöner und ein wenig erträglicher zu machen.

Nun habe ich eben einen Bericht aus Duisburg gesehen, der zeigte, wie aktuell Einwanderer aus dem östlichen Europa, die in einigen Ortsteilen einquartiert wurden, die dort ansässigen Bewohner überlegen lassen, ob sie dieses Viertel nicht besser verlassen sollten. Dort sieht es nämlich mittlerweile genauso aus wie man es in den Filmberichten aus der ursprünglichen Heimat dieser Osteuropäer zu sehen bekam: alles total vermüllt und verdreckt auf den Straßen. Einfach mal aus dem Fenster geworfen, was man in der Wohnung gerade nicht gebrauchen kann: leere Tüten, Flaschen, Papier etc.

Außerdem steigt die Kriminalität, denn da die Zuwanderer nur als Selbstständige arbeiten dürfen, ansonsten nicht, teilweise aber auch garnicht arbeiten wollen, sondern nur die in Deutschland üblichen Sozailzuwendungen kassieren möchten, ist natürlich auch klar, dass sie sich auf anderen Wegen mehr Geld beschaffen wollen …

Siehe z.B. hier.

Sowas geht für mich GAR nicht, und genau an einem solchen Punkt liegt auch meine Grenze der Toleranz. Solche Nachbarn möchte ich auch hier bei uns nicht haben, und wer behauptet, ihm mache das nichts aus, der lügt – vielleicht weil ihm die persönliche Erfahrung noch fehlt. Rücksichtslosigkeit kann ich nun mal von niemandem leiden, auch von armen Menschen nicht, denn es wäre eine Kleinigkeit, sich in diesen Dingen zusammenzureißen und dafür zu sorgen, dass jeder – auch die Nachbarn – weiterhin ohne innere Qualen am angestammten Ort weiterleben können. Das Leben miteinander zu teilen bedeutet auch, sich gegenseitig zu respektieren und Rücksicht zu üben. Und wenn ich bei jemandem zunächst einfach mal „zu Besuch“ bin, heißt das für mich auch, dass ich mich – zumindest so weit ich kann – den Lebensgewohnheiten des Besuchten anzupassen.

Diesmal unabhängig davon, dass viele Kommunen auch ohne ständig ihre Ordnungsamts-Mitarbeiter in solche Problemviertel schicken zu müssen, durch die momentan hohe Zuwanderungsrate eh schon eine Menge zu stemmen haben – teilweise über die eigenen finanziellen Möglichkeiten, viele stehen bereits unter der Haushaltssicherungs-Kontrolle, dürfen über ihren Haushalt also nicht mehr selbst bestimmen. Denn so ein reiches Land wie immer behauptet wird, ist Deutschland gar nicht. Viele Städte und Gemeinden sind es jedenfalls nicht, und die Bundesrepublik hat über 2 BILLIONEN Euro Schulden – auf dem Weg zu 3 BILLIONEN! Deutschland ist also nicht reich, es lebt nur ständig über seine Verhältnisse. Wenn jeder Privathaushalt so lebte, sähe es bei den Schuldnerberatungen bald noch viel schlimmer aus, als es jetzt schon der Fall ist …!