Rolf Ersfeld: Vereinzelt Nebel. Roman.

Man könnte als Autorin fast neidisch werden – wegen soooo viel schriftstellerischem Fleiß. Rolf Ersfeld haut in kürzester Zeit einen Roman nach dem anderen heraus, und alle werden wirklich gut und sind hochgelobt! Der Mann kann einfach schreiben und hat ständig neue, interessante Ideen!

Sein neuestes, 5. Werk trägt den Titel „Vereinzelt Nebel„.

vereinzeltNebel

Vereinzelt Nebel. Roman von Rolf Ersfeld IL-Verlag, Basel, 2014 Paperback, 322 S. ISBN: 978-3-905955-99-6

Klappentext:
Im behüteten Kosmos eines kleinen Dorfs wächst die fantasievolle Isa auf. Ihre Freundin Agnes, mit der sie symbiotisch verbunden ist, verschwindet von einem auf den anderen Tag und hinterlässt quälende Ungewissheit. Der sensible Pianist Claudio wird zum vertrauten Freund, aber sein Verhalten gibt Rätsel auf, die sie nicht zu lösen vermag.
Isa verlässt das Dorf in eine Glamourwelt der Intrigen und freizügigen Moral, immer von dem Gedanken beherrscht, Agnes wiederzufinden. Vieler Versuchungen zum Trotz bleibt sie sich treu, geht beharrlich ihren Weg zur erfolgreichen Künstlerin, und auch Agnes Schicksal klärt sich schließlich auf unerwartete Weise.
Fesselnd und berührend spannt sich ein Lebensbogen der Protagonisten, zeigt persönliche Tragödien, gesellschaftliche Intoleranz, Facetten von Liebe, Freundschaft und den Fluch, der auf einem beschaulichen Dorf lastet.
Ein feinsinniger Roman voller Spannung und mitreißender Erzählkunst.

Wer Lust auf einen neuen, echten Ersfeld hat, kann das Buch z.B hier (bei Amazon) oder hier (direkt beim Verlag) erwerben. Es wird mit Sicherheit ein Leseerlebnis!

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Das Ende der Toleranz?

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein weitestgehend toleranter Mensch bin. Ich lebe nach dem Motto: Leben und leben lassen – so lange es meinen ganz privaten Lebensraum nicht negativ beeinträchtigt. Für mich wäre es z.B. überhaupt keine Frage, dass homosexuelle Paare, die sich entschlossen haben, ihr Leben gemeinsam zu verbringen und zu heiraten, mit heterosexuellen Paaren gleichgestellt werden müssen – und zwar völlig, auch steuerlich. Ehe wäre da für mich einfach Ehe, und es fiele mir im Traum nicht ein, eine dieser Ehen als irgendwie anders zu behandelnde „Homo-Ehe“ zu bezeichnen. Ich finde, die Politik geht es einen Scheißdreck an, wie und wen die Menschen lieben und mit wem sie verheiratet sein wollen, um für sich gegenseitig eine rechtlich abgesicherte Verantwortung zu übernehmen. Das ist kein Feld, in das man hinein zu regieren hat – auch nicht mit rechtlicher Ungleichstellung, weil einigen Politikern aus ideologischen oder religiösen Gründen ganz einfach ein bestimmtes Lebenskonzept nicht passt.

Man weiß zudem, dass ich immer – und immer schon (!) – eher auf der Seite der Armen und Schwachen stehe, als auf der von Leuten, die sich – mit welchen Tricks und bei welchen Gelegenheiten auch immer – die Taschen voller Geld stopfen (können), sich Einkommen in unvorstellbaren Höhen einverleiben und lieber Mitarbeiter entlassen, als Abstriche von eigenen Pfründen zu machen, die für mich keinerlei Berechtigung haben. Für mich rechtfertigt z.B.  NICHTS zweistellige Millionenbeträge pro Jahr, und schon mal gar nicht Extrazahlungen (Boni) obendrauf – für eine Arbeit, die ohnehin schon zigfach überbezahlt ist – im Gegensatz zu Mitarbeitern, ohne deren Arbeit ein Unternehmen nichts, aber auch gar nichts erwirtschaften könnte. Man müsste mal ausrechnen, wie vielen Menschen man ihren Arbeitsplatz lassen könnte, wenn ein Manager erhebliche Abstriche an seinem unverdienten Einkommen („Verdienst“ kann man es ja nicht nennen) hinnehmen müsste.
(Manchmal erinnert mich das bisher fast kritiklose Abnicken solcher Managergehälter an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider„. Da tut zunächst auch jeder, obwohl der Kaiser nackt vor ihnen steht, als sei alles in Ordnung, bis ein Kind sich mit der Wahrheit zu Wort meldet …)

Von mir aus können wir gern auch Menschen aus anderen Ländern aufnehmen, die in ihren Ursprungsländern ausgegrenzt, verfolgt sind, oder sonst in irgendeiner Form zu leiden haben. Das Wort TEILEN hat für mich eine große Bedeutung. Was mich aber in entsprechenden Reportagen schon immer gestört hat, waren Bilder, die eine total verdreckte und verwahrloste Gegend gezeigt haben, in der solche Menschen angeblich leben MUSSTEN.
Ich finde, niemand muss in einer verdreckten Umgebung leben. Da kann man auch mal selbst Initiative ergreifen und kräftig aufräumen, den herumliegenden Müll einsammeln (am Besten gar nicht erst achtlos wegwerfen!) und vielleicht ein paar hübsche Pflänzchen aus der Umgebung holen und einsetzen, um es sich selbst – trotz der Misere – einfach schöner und ein wenig erträglicher zu machen.

Nun habe ich eben einen Bericht aus Duisburg gesehen, der zeigte, wie aktuell Einwanderer aus dem östlichen Europa, die in einigen Ortsteilen einquartiert wurden, die dort ansässigen Bewohner überlegen lassen, ob sie dieses Viertel nicht besser verlassen sollten. Dort sieht es nämlich mittlerweile genauso aus wie man es in den Filmberichten aus der ursprünglichen Heimat dieser Osteuropäer zu sehen bekam: alles total vermüllt und verdreckt auf den Straßen. Einfach mal aus dem Fenster geworfen, was man in der Wohnung gerade nicht gebrauchen kann: leere Tüten, Flaschen, Papier etc.

Außerdem steigt die Kriminalität, denn da die Zuwanderer nur als Selbstständige arbeiten dürfen, ansonsten nicht, teilweise aber auch garnicht arbeiten wollen, sondern nur die in Deutschland üblichen Sozailzuwendungen kassieren möchten, ist natürlich auch klar, dass sie sich auf anderen Wegen mehr Geld beschaffen wollen …

Siehe z.B. hier.

Sowas geht für mich GAR nicht, und genau an einem solchen Punkt liegt auch meine Grenze der Toleranz. Solche Nachbarn möchte ich auch hier bei uns nicht haben, und wer behauptet, ihm mache das nichts aus, der lügt – vielleicht weil ihm die persönliche Erfahrung noch fehlt. Rücksichtslosigkeit kann ich nun mal von niemandem leiden, auch von armen Menschen nicht, denn es wäre eine Kleinigkeit, sich in diesen Dingen zusammenzureißen und dafür zu sorgen, dass jeder – auch die Nachbarn – weiterhin ohne innere Qualen am angestammten Ort weiterleben können. Das Leben miteinander zu teilen bedeutet auch, sich gegenseitig zu respektieren und Rücksicht zu üben. Und wenn ich bei jemandem zunächst einfach mal „zu Besuch“ bin, heißt das für mich auch, dass ich mich – zumindest so weit ich kann – den Lebensgewohnheiten des Besuchten anzupassen.

Diesmal unabhängig davon, dass viele Kommunen auch ohne ständig ihre Ordnungsamts-Mitarbeiter in solche Problemviertel schicken zu müssen, durch die momentan hohe Zuwanderungsrate eh schon eine Menge zu stemmen haben – teilweise über die eigenen finanziellen Möglichkeiten, viele stehen bereits unter der Haushaltssicherungs-Kontrolle, dürfen über ihren Haushalt also nicht mehr selbst bestimmen. Denn so ein reiches Land wie immer behauptet wird, ist Deutschland gar nicht. Viele Städte und Gemeinden sind es jedenfalls nicht, und die Bundesrepublik hat über 2 BILLIONEN Euro Schulden – auf dem Weg zu 3 BILLIONEN! Deutschland ist also nicht reich, es lebt nur ständig über seine Verhältnisse. Wenn jeder Privathaushalt so lebte, sähe es bei den Schuldnerberatungen bald noch viel schlimmer aus, als es jetzt schon der Fall ist …!

Krieg in Mali – Krieg um Land für Investoren?

Beim Krieg in Mali klingeln in mir so einige Glöckchen. Liegt daran, dass ich vor ein paar Tagen einen Arte-Beitrag über Reis gesehen habe, in dem auch Mali eine Rolle spielte: Krieg um den Reis

Darin war die Rede davon, dass Mali sich in Punkto Reis – weltmarkt- und Reis-Connection-technisch – recht selbstbewusst gab und zunächst dafür sorgte, dass die einheimischen Bauern ihren Reis selbst anbauten (Unabhängigkeit vom Weltmarkt also), da Reis auf dem Weltmarkt durch eine geschickte Rückhalte-Politik der Reis-Produzenten (z.B. in Bangkok) sehr teuer geworden war.

Eigentlich ein Drama für Afrika, aber Mali machte da eben eine Ausnahme, was nicht jedem gefiel. Irgendwann fiel auch der sich sehr selbstbewusst und sozial gebende Präsident offenbar um und verschacherte das Land, das zunächst die Einheimischen beackerten (bei der Vermarktung aber nicht unterstützt wurden, so dass sie ins benachbarte Ausland verkaufen mussten), an ausländische Investoren. Einfach so, ohne die Bauern zu fragen oder gar zu entschädigen. Alles Land ist dort ja staatlich und gehört eigentlich sonst niemandem …

Nun, da es in diesem Land Auseinandersetzungen mit Islamisten gibt, frage ich mich, ob es bei der Auseinandersetzung mit Frankreich wirklich nur um die Bekämpfung des Islamismus geht, oder auch um Landrechte für die privaten Investoren im Land.
Was wollen die „Islamisten“ dort? Stehen sie etwa auf der Seite der Bauern, denen man das Land weggenommen hat, und bedrohen nun die Pfründe der Investoren??
Was genau ist da los?
Hm …

Hier bei youtube der Teil, in dem es um Mali geht:

Keine Tiere zu Weihnachten!

Emmahund & Paulemann

Emma & Paul – heiß geliebt, und ihre Anschaffung gut überlegt.
Niemals würden wir uns freiwillig von ihnen trennen!

In jedem Jahr passiert es immer wieder: Tiere landen unterm Weihnachtsbaum.

Große Freude – besonders bei den Kindern. Während der ersten Wochen beschäftigen sie sich vielleicht intensiv mit ihrem Hündchen, Kätzchen, Vögelchen, oder was immer sonst zu den neuen, tierischen Mitbewohnern gehört. Gern investieren sie zunächst viel Zeit, arbeiten an der Versorgung der Tiere mit, beschäftigen sich mit ihnen …

Langsam jedoch schwindet in der Regel das Interesse. Die Arbeit wird lästig, lieber den Erwachsenen überlassen – am Ende bleibt die Versorgung von Bello, Minka oder Peterle an Mama oder Papa hängen, die eigentlich – und erstaunlicher Weise – den Versprechungen ihrer Kinder geglaubt haben, auch „ganz sicher“ ständig alle Dinge zu übernehmen, die mit dem so sehr gewünschten Tier zusammen hängen. Und wenn man keinen großen Garten hat, muss man auch noch täglich ein paar Mal mit dem Hund raus …

Unter Umständen stellt sich zudem heraus, dass das Tier eine Nahrungsmittel-Allergie hat und ständig teures Diät-Futter gekauft werden muss (wie z.B. bei unserem Emmahund).
Überhaupt: die Tierarztkosten … 🙁

Man hat sich eigentlich nicht wirklich Gedanken über die Konsequenzen nachgedacht, die die Anschaffung eines Tieres mit sich bringen. Eben ein spontaner Entschluss, sie zur Weihnachtsüberraschung zu machen …

Dann kommt der Urlaub – weit weg von Weihnachten, und man weiß nicht, wohin mit dem Tier. In den seltensten Fällen wird man vermutlich die bessere Lösung wählen und sie – falls man sie nicht mitnehmen kann – während dieser Zeit in einer Tierpension unterbringen, denn das kostet ja Geld. Immer wieder muss man leider ausgesetzte und an Raststätten, oder irgendwo im Wald angebundene Tiere einsammeln. Manchmal verenden sie kläglich, weil sie nicht gefunden werden.
Solche Menschen kann ich absolut nicht verstehen.

Also bitte:

KEINE TIERE ZU WEIHNACHTEN VERSCHENKEN!

Vor der Anschaffung genau überlegen, wie das Leben mit ihnen für die nächsten 14, 15, 16 Jahre aussehen soll und kann, welche Einschränkungen man hinzunehmen bereit ist, welche Kosten man tragen will und kann.

Keine Entscheidung – nur weil man zu einem ganz bestimmten Termin Freude bereiten und heiß ersehnte „Geschenke“ verteilen möchte, eine Freude, die mit der Zeit rasch in eine Last umschlagen kann.

Und bitte unbedingt bedenken, dass auch die Tier-Vermehrer (und -Quäler!) wissen, dass WEIHNACHTEN ein guter Termin für gute Geschäfte ist!
Das kann teuer werden, denn da ist der Tierarzt – und die damit verbundenen Kosten – in der Regel schon vorprogrammiert …