… und dann kam der Paulemann

Hab noch garnicht dran gedacht, es auch hier zu posten (alles ein bissel facebook-lastig im Moment):
Trauerbewältigung (wie im Fall von Felix und seinem Tod) findet für mich immer am besten statt, indem die Anzahl der Familienmitglieder wieder auf die gewohnte Zahl aufgefüllt wird.
Das bedeutet nicht, dass das verstorbene Tier aus dem Herzen ist – im Gegenteil.

Ja, und da ein Familienmitglied plötzlich fehlte, haben wir – relativ kurz danach – den Paulemann bei uns einziehen lassen.

Paul im Garten

Jetzt gehört Emmas Blog nicht mehr ihr allein, und hier bei uns ist ordentlich was los … 😉

WM: Toller Frauen-Fußball!

Ich bin total begeistert von der Art wie diese Mädels (nicht nur „unsere“)Fußball spielen. Athletisch, ästhetisch, klug – einfach schön. Eigentlich schöner sogar als Männer-Fußball. Kein Vergleich mehr zu dem eher plumpen „Hausfrauen-Fußball“ der 50iger oder 60iger Jahre …

Auf jeden Fall hat der Frauen-Fußball in mir einen neuen Fan. 😉

Aber – HALLO! – was sollen die männlichen Trainer bei einer Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen??
Oder hat schon mal jemand einen weiblichen Trainer bei einer männlichen Fußball-Mannschaft gesehen? …

Glückwunsch an die Spanier

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Ja, nun ist die schöne Zeit also vorbei und die Spanier sind Weltmeister. Allerdings gehört meine Sympathie der Mannschaft, die bei dieser WM die schönsten Spiele abgeliefert hat. Der Weltmeister meines Herzens ist also Deutschland.
Enttäuscht bin ich jedoch darüber, wie klammheimlich sich unsere Spieler nach ihrer Rückkehr aus dem Staub gemacht haben. Fans, die seit Stunden am Flughafen auf sie gewartet haben, einfach ohne Gruß stehen zu lassen und sich in abgedunkelten Limosinen vom Acker zu machen, war nicht fair, auch wenn man berücksichtigen muss, dass die Jungs nach diesen vier Wochen ziemlich durch den Wind und urlaubsreif sind. So weit darf aber die Verbitterung über den verpassten Weltmeister-Titel nicht gehen, dass man die Menschen im Stich lässt, deren Begeisterung angeblich doch so motivierend auf die Mannschaft gewirkt hat.
Nein, diesen mimosenhaften Komplett-Rückzug finde ich egoistisch und nicht nachvollziehbar. Aber darüber wird später sicher noch geredet werden müssen …

Gleich geht es bei dieser „spanischen“ Hitze aber erst mal ab in den Teich …

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…, und danach wird relaxed – so lange es draußen noch einigermaßen erträglich ist.

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(Der Emma täte ein bissel schwimmen auch gut. Leider ist sie total wasserscheu …)

Achtelfinale

Offen gestanden: Ich hab nicht damit gerechnet.
Ihr? Nee, nä, nicht wirklich …
All die zur Schau getragene Zuversicht vor dem Spiel: reine Psychologie.

Trotzdem haben „unsere Jungs“ es mit Glück nochmal hingebogen, obwohl das Spiel alles andere als gut war. Zwischenzeitlich musste ich sogar einfach raus in den Garten – frust-gießen, weil ich es nicht mehr mit ansehen konnte. Aber schmuck sahen sie aus – in ihren schwarzen Trikots, eigentlich besser, als in weiß, oder?

Der Schiedsrichter war ja nun doch moderater als befürchtet. Da war nix zu meckern, sehr souverän und gerecht. Vielleicht saßen ihm die Vorberichte im Nacken. 😉

Nun bin ich gespannt auf das Spiel gegen England …

Aber mal im Ernst:
Findet ihr das hochtheoretische Gequatsche um den hochwissenschaftlichen Fußball nicht auch total platt? Besonders Netzer mit seinen Allgemeinplätzen, offenbar kommt er sich dabei aber überragend klug und allwissend vor. (Gut, das er demnächst aufhört.)
Kann mich über so etwas herzlich amüsieren. 😉
Da wird analysiert, was das Zeug hält, Strategien und Aufstellungssysteme werden als „modern“ oder „überholt“ bezeichnet (???), das Ganze wird fast wie eine Wissenschaft dargestellt, und dabei käme es doch einfach mal drauf an, dass die Spieler beim Schießen nicht nur den Ball, sondern auch das Ziel fixieren, ehe sie einfach drauflos ballern. Schließlich werden diese Jungs nicht unterbezahlt, da müsste das Üben doch auch mal was bringen, und vielleicht ginge dann auch der ein oder andere Ball mehr ins Tor.

Ja, aber oft ist neben dem nötigen Einsatz und fleißiger Laufbereitschaft einfach nur pures Glück im Spiel, denn die Anderen spielen ja auch noch mit …