Das Phänomen „Michael Phelps“

So faszinierend es ja auch ist, diesem Phelps beim Schwimmen zuzuschauen und zu erleben wie er in Peking eine Goldmedaille nach der anderen holt – es bleibt ein fades Gschmäckle. Und das nicht nur bei ihm – auch andere Schwimmer versetzen uns mit ständig neu vom Himmel fallenden Weltrekorden, bei denen es gleich hohe zeitliche Sprünge gibt, in Erstaunen.

Sind das noch echte menschliche Leistungen?

Ich kann es kaum glauben, und damit stehe ich offenbar nicht allein da. Gut, dass die Doping-Proben 8 Jahre lang aufbewahrt werden …

Logisch, dass es da neben erstaunlichen Gewinnern auch Verlierer gibt, von denen man nicht gedacht hätte, dass sie im Vergleich soooo weit hinten liegen.
Aber mir sind (z.B.) unsere deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer mit ihren „normalen“ Leistungen bedeutend lieber. Sie sollten sich nicht grämen, sondern damit zufrieden sein, was sie geleistet haben. Als „echte“ menschliche Leistung: nicht schlecht, und … Schit was auf Olympia. Ist eh nur eine große Marketingveranstaltung …

3 Gedanken zu „Das Phänomen „Michael Phelps“

  1. Wolfgang aus Greifswald sagt:

    Hallo liebe Ulrike, das Olympia- theater, da triffst Du genau meine Meinung, ist eine blanke Kommerzveranstaltung und irgendwie gab es doch hierzulande schon mal eine Olympiade, die von einem totalitären Regime ausgerichtet worden ist.Schon damals ist die olympische Idee zu Grabe getragen worden. Und heute?… China ist der Weltmarkt der Zukunft und deshalb katzbuckelt die ganze Welt vor dem großen Führter Hu Yintao. Der Dalai Lama ist übrigens auch nicht nur Lichtgestalt. Wenn der so könnte, wie er wollte… hab da neulich grade eine Dokumentation gesehen, wie es in den 50er Jahren in Tibet zuging. Ganz sicher wollen die Tibeter das so nicht wiederhaben.
    Nichtsdestotrotz ziehe ich ein den Hut vor der Leistung der chinesischen Veranstalter, was die da an Technik und Organisation geleistet haben, ist schon beachtlich.
    Die sportliche Leistung der teilnehmenden Athleten? Naja, da haben doch viele Mittelchen gewirkt und ich verfolge das nicht weiter.
    Wann Herr Phelps auffliegt ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit. Bei Armstrong hats ja auch ne Weile gedauert, bis man ihn wegen unerlaubter Mittel vom Fahrrad gezerrt hat.
    So hoffe ich, daß die SportlerInnen aus D-Land sauber bleiben und sich nicht grämen, wenn sie nicht überall „Die Größten“ sind.
    Liebe Grüße aus der schönsten Hansestadt am Ryck vom Wolfgang 😉

  2. Thinkabout sagt:

    Hallo Ulinne
    Vor Olympia wurden in diesem Jahr 50 Weltrekorde geschwommen. An Olympia kamen 25 neue dazu. Die Leistungsexplosion ist einmalig.

    Man sollte für den Spitzensport die Formel 1 zum Vorbild machen und parallel zur Einzelwertung eine Konstrukteurswertung einführen, in dem die Ärzteteams gegen einander antreten…

    Thinkabouts letzter Blogeintrag: Bücher – eine Frauendomäne [5]

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