Der Rosenverkäufer

Habe eben im WDR einen Bericht über einen jungen Mann aus Bangladesh gesehen, der in seinem Heimatland Manager eines Textilbetriebes war, nach Deutschland kam und hier den vielleicht erhofften, tollen Job und das Paradies leider NICHT gefunden hat: Golam Khair .
Allerdings liegt er auch unserem Staat nicht auf der Tasche, dazu ist er viel zu stolz und zu fleißig. Mit dem Verkauf von Rosen und einem kleinen Zusatz-Job in der Dortmunder Gastronomie hält er sich – so gut es eben geht – über Wasser.

Über das, was er erlebte, hat er mit der Hilfe eines deutschen Freundes ein Buch geschrieben – „Der Rosenverkäufer“ – und im Selbstverlag veröffentlicht. (Die Ruhrnachrichten haben ebenfalls darüber berichtet.)

golam cover kl

Golam Khair: Der Rosenverkäufer
ISBN: 978-3000236754
Preis: 12,90 Euro

Leider gibt es das Buch bei Amazon – noch – nicht, aber auf der WebSite von Golam Khair kann man per Mail mit ihm Kontakt aufnehmen und es vermutlich dann auch so bestellen – falls man will.

Ah, jetzt kann man das Buch also auch bei Amazon (vor-)bestellen.

Auf seiner WebSite geht es jedoch nicht nur um Golams Buch, und nur wegen des Buches hätte ich diesen Eintrag sicher auch nicht geschrieben, sondern dort findet man gleich zu Beginn folgenden Text, den ich der Einfachheit halber hier einfach mal hereinkopiere:

Seit sechs Jahren gehört sein Gesicht zum Kreuzviertel – Golam Khair aus Bangladesh. Er hat sich gut eingelebt in den Jahren hier in Dortmund.

Er hat viele Freunde gefunden, er ist ein hervorragender Koch und Schriftsteller. Er ist vielen bekannt als der Rosenverkäufer!

Mit hartnäckiger Freundlichkeit und der Unterstützung verschiedener potenzieller Arbeitgeber versucht er seit Jahren, eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, um hier einer regulären Arbeit nachgehen zu können. Dies war ihm bislang aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen für Asylbewerber nicht möglich. Jetzt allerdings steht sein Abschiebung bevor:

Golam will aber bleiben!

In Bangladesh müsste er sein Leben neu aufbauen. Wir aber unternehmen einen letzten Versuch, dass er hier bleiben kann.

Die letzte Möglichkeit, die Abschiebung von Golam noch abzuwenden, ist ein so genannter Härtefall-Antrag bei der dafür zuständigen Kommission in Düsseldorf.

Hierzu haben wir einen Unterstützerkreis gegründet, dem ihr einfach durch Hinterlassen eures Namens und eurer Email-Adresse beitreten könnt. Unterstützt unsere Forderung für ein dauerhaftes Bleiberecht für Golam!“

So, und das habe ich eben gemacht – mich auf Golams WebSite mit meiner Emailadresse und meinem Namen eingetragen.
Falls ihr das auch tun wollt – und ich finde, gegen so etwas SOLLTE man etwas tun … hier entlang …

Vielleicht helft ihr mir auch, diese Sache im Netz möglichst weit zu verbreiten, damit möglichst viele Unterstützer zusammenkommen.

2 Gedanken zu „Der Rosenverkäufer

  1. Julian Bartels sagt:

    Hallo Ulrike,
    vielen Dank für deinen Beitrag über Golam in deinem Blog. Wir sind wirklich über die Aufmerksamkeit überrascht, die Golams Schicksal zuteil wird. Ich hoffe noch immer – wie seit einigen Jahren -, dass die Abschiebung verhindert, und ihm eine Bleiberecht in der Bundesrepublik eingeräumt werden kann..
    Viele Grüße
    Julian Bartels

  2. Ulrike/Ulinne sagt:

    Ich habs gerade eben auch nochmal „getwittert“, Julian. Mal schauen, was da an Unterstützung noch zusammenkommt …
    Wie viele Unterstützer habt ihr denn mittlerweile beisammen? Die Zahl solltet ihr vielleicht auf Golams WebSite mal des öfteren mitteilen und aktualisieren.

Kommentare sind geschlossen.