Die Gustloff

Hab mir den ersten Teil gestern Abend angeschaut, heute werde ich mir auch den zweiten ansehen. Besonders die Dokumentation danach ist mir – wie alle Dokumentationen über Kriege auf dieser Welt – wieder sehr an die Nieren gegangen, und – wie immer – frage ich mich, weshalb Menschen sich so etwas wie Krieg überhaupt antun und so viele von ihnen wie eine Hammelherde den Kriegstreibern folgen. Für mich rechtfertigt NICHTS derart barbarischen Umgang zwischen Menschen, und ich finde, die Menschheit sollte sich endlich davon emanzipieren, irgendwelchen irren, kranken, machthungrigen, gierigen Politikern hinterher zu laufen und für deren Interessen (und die der damit verbandelten Wirtschaft – besonders die der Waffenlobby) auf diese schreckliche Weise ihr Leben zu geben.

Wie man an den Irak-Heimkehrern in den USA wieder einmal feststellen muss, dankt es ihnen niemand, diesen Jüngelchen, die sich was auch immer von ihrem heroischen Einsatz versprechen. Sie sind und bleiben nichts als Kanonenfutter, und wer sich etwas anderes einbildet, kommt spätestens im Einsatz in der Realität wieder an. Glück hat, wer unbeschadet wieder raus kommt aus der Hölle.

Jungs, spielt Krieg an euren Computern, wenn ihr den Nervenkitzel braucht, aber lasst euch nicht von den Interessen der Mächtigen einlullern und glaubt nie den vorgegebenen Kriegsgründen. Sie sind IMMER gelogen, um euch bei eurer Ehre und eurer Heimatliebe zu packen. Denkt z.B. an den Feigling Stalin, der von seinen Soldaten größten Mut abverlangte und sogar seinen Sohn opferte, weil er sich von den Deutschen gefangen nehmen ließ, selbst aber nie eine Front und das ganze Elend dort aus der Nähe gesehen hat.

Schaut euch auch die übrigen bisherigen Kriegstreiber an. In der Regel alles kranke aber gierige Feiglinge, die eigentlich in die Psychiatrie gehört hätten, Leute ohne wirkliches Selbstwertgefühl, die über Kriege versuchten, sich groß, stark und mächtig zu fühlen. Und ihr, Jungs, seid es schon immer gewesen, die stellvertretend für diese Feiglinge den Kopf hinhalten und für sie sterben mussten.

(Ich glaube, Frauen hätten diesen Quatsch nicht so lange mitgemacht. Schon allein das Soldat-Spielen – diese roboterhaften, zackigen, unnatürlichen Bewegungen beim Exerzieren und dieser ganze konforme Unsinn. Jeder Soldat wird irgendwie vom Menschen zum Roboter, der keine eigenen Entscheidungen mehr treffen und nicht mehr selbst denken, seinen Intuitionen nicht mehr gehorchen darf/kann. Nee, das ginge mit den meisten Frauen sicher nicht.)

Wie wärs denn mal damit:
Diese Irren zetteln Kriege an, und niemand geht hin – außer sie selbst!
Sollen sie sich doch gegenseitig die Köppe einschlagen und das Volk damit in Ruhe lassen!

7 Gedanken zu „Die Gustloff

  1. Diane sagt:

    Ja, das ist traurig und unverständlich – aber auf der anderen Seite würden die vermutlich geköpft oder sowas, wenn sie sich verweigern 😯

    Frauen sind da wohl eher subtiler mit Gewalt … haben nicht die grossen Mätressen ihre Liebhaber benutzt für ihre eigenen Interessen? 😯
    Soldat hätten die/wir bestimmt nicht gespielt, das glaube ich auch 😀 … da haben wir ganz andere Mittel 😉

  2. Wolfgang aus Greifswald sagt:

    Hallo liebe Ulrike,
    nun bin ich auch mal auf Deiner Seite gelandet, den Gustloff Film hab ich auch gesehen, den zweiten Teil nur. Vom ersten Teil den Schluß.
    Den Film fand ich nicht so toll – um so besser die Doku hinterher.
    Warum müssen die Filmemacher immer eine hollywood- titanic- mäßig flache Liebesgeschichte einbauen?
    Bei allem Elend, das den Flüchtlingen auf der Gustloff widerfahren ist – die Ursache dafür
    war nicht die Entscheidung des russischen U-Boot- Kommandanten am 30. Januar 1945, sondern Machtergreifung Adolfs des Schrecklichen tausend Jahre vorher, am 30. Januar 1933. Aber die vielgelobten Westalliierten haben lange beobachtet, wie der Krieg gegen Rußland verläuft. Nichts haben sie gegen die Hitlerei unternommen in der Hoffnung, die Nazis würden die Sowjetunion vernichten können. Erst als die ihre Einflußsphären durch den Vormarsch der Roten Armee schwinden sahen, begannen sie vom Westen aus den Vormarsch – nicht um Hitler und die Nazis zu vertreiben,sondern um zu verhindern, daß „der Russe“ bis an den Atlantik durchmarschiert.
    Das werden sich die besonders die US-Amerikaner, auch oft jüdische,
    vorwerfen lassen müssen, wissend nichts gegen
    Hitlers Judenvernichtung unternommen zu haben.
    Die haben nicht sehen wollen, was in Auschwitz passiert ist, da war ja nichts zu gewinnen.
    Lieber abwarten, bis sich zwei gleichverhaßte Systeme gegenseitig zerfleischen: Sowjetrußland und Nazideutschland.
    Leider wird aber auch die Auffassung von Auge um Auge – Zahn um Zahn erst mit dem Ende der Existenz von Menschen enden. Menschen sind eben so. In allen Ländern und in allen Zeiten. Das ist kein typisch deutsches Phänomen.
    Ich hätte auch nie gedacht, daß ich die Bilder aus den KZs mit den ausgemergelten Gestalten an den Stacheldrahtzäunen in den 90er Jahren nochmal in Farbe zu sehen bekomme! Der saubere Herr Milosevic hätte gern die Muslime in seinem Herrschaftsbereich genauso ausgerottet wie dereinst Hitler die Juden hierzulande. Damals schauten keine Kameraleute aus aller Welt zu.
    Und heute? wenn irgendwo in der Welt gemordet, vergewaltigt und gebrandschatzt wird, interessiert es die Mächtigen der Welt doch nur, wenn dort Öl, Diamanten oder Gold in der Erde liegen, eigene Interessen berührt werden.
    Resignieren? NEIN! Wachsam hinschauen, was in der Welt passiert, und hier versuchen zu verhindern, daß jemals wieder österreichische Obergefreite oder saarländische Dachdecker in D-Land das Sagen kriegen.
    So und nu nur noch einen lieben Gruß aus der schönsten Hansestadt am Ryck vom Wolfgang.

  3. Ulinne sagt:

    Moin Wolfgang,
    ich freue mich SEHR, dass du auch zu mir, zur „anderen Ulrike“, gefunden hast und mein Blog mit deinen Kommentaren bereicherst. Danke!
    Natürlich bin ich mal wieder komplett deiner Meinung. 😉
    Liebe Grüße – Ulrike

  4. Ulinne sagt:

    In der heftigen Diskussion vor dem Beginn des Irak-Kriegs gab es damals übrigens in allen entsprechenden Foren oft den Hinweis von Befürwortern, dass man in US-Amerika doch einen guten Freund habe, dem man für seine Hilfe gegen Hitler & Co DANKBAR sein müsse.
    Ich habe das nie verstanden, denn auch ich ging immer davon aus, dass die Amerikaner nichts getan haben, was nicht auch im Eigeninteresse war. Von daher war diese „gute Tat“ für mich ganz anders zu bewerten …

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