Die Sex-Falle

Nun hat es also auch Strauss-Kahn, den Chef des IWF erwischt. Wie traurig, dass selbst mächtig(st)e Männer ihrem körperlichen Trieb offenbar machtlos ausgeliefert sind. Besonders fatal wird das, wenn sie – verwöhnt von ihrer politischen Macht – glauben, sie könnten sich immer, überall und von allen nehmen, was sie haben wollen.

Obwohl sich natürlich auch der Verdacht aufdrängen könnte, dass Strauss-Kahn in einen fiesen Hinterhalt gelockt wurde, denn sicher war er dem Einen oder Anderen ein Dorn im Auge, und ganz klar – in Frankreich – ein ernst zu nehmender politischer Gegner, aber irgendwie spricht für mich seine hektische Abreise, bzw. die Absicht dazu, ein wenig dagegen.
Jedoch … man weiß es nicht …

Er wäre allerdings auch nicht der Erste, der in eine solche Falle getappt sein könnte. Sex ist für Männer halt immer eine Falle, das wissen auch die jeweiligen Gegner. Und wenn einmal Bilder um die Welt gegangen sind, auf denen so ein ehemals mächtiger Mann wie ein Schwerverbrecher in Handschellen abgeführt wird und dabei so gar nicht mehr mächtig wirkt, werden auf ehemals weißen Westen wohl immer ein paar hässliche Flecken zurück bleiben – da können die Anwälte noch so geschickt und berühmt sein …

2 Gedanken zu „Die Sex-Falle

  1. Wildgans sagt:

    habe eine journalistin im radio berichten hören, dass es für alle reporterinnen eine liste gäbe, worauf steht, zu welchen politikern und promis sie NIE allein zum interviewen gehen sollten. auf dieser liste habe besagter herr auf platz eins gestanden! – und eine stewardess habe ich reden hören, die sagte, dass die manager in der business-class immer unverschämter würden….
    gruß von sonja

  2. Ulinne sagt:

    Ja, Sonja, das hab ich auch schon irgendwo gehört oder gelesen …
    Wirklich schlimm, was diese Größenwahnsinnigen und offenbar lächerlich Schwanzgesteuerten sich herausnehmen!

    Ich selbst wurde als junge Frau vor meinem PH-Studium, während ich in einem Rohrleitungsbetrieb (ha, ha) „zwischengeparkt“ habe, von einem Vorgesetzten auch ein paar Mal ganz widerlich angebaggert. Und ich hatte einen Onkel, damals Direktor bei Philips, ekelhaft bedrängt, als ich ihn in sein Hotel begleiten sollte, während seine Frau, eine Cousine meiner Mutter, bei uns zuhause übernachtete. Am nächsten Tag muss ihn wohl das schlechte Gewissen geplagt haben, denn er kam am anderen Morgen mit einem bombastischen Blumenstrauß für seine Frau zu uns zurück. Hatte wohl Angst, ich könnte etwas ausgeplaudert haben …
    Schlimm – solche Typen, das Nachdenken scheint immer erst später einzusetzen. 🙁

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