die story – Leiharbeit undercover

armdurcharbeit

Das Buch vom Markus Breitscheidel „Arm durch Arbeit“ hab ich noch nicht gelesen, aber spätestens nachdem ich gestern am späten Abend (oder wars schon Nacht? *g*) eine Wiederholung von DIE STORY „Leiharbeit undercover“ gesehen habe, würde ich schon mal kein Auto von Opel kaufen – auch wenn mir die Arbeiter dort natürlich leid täten. Aber die Art wie dort mit Leiharbeitern umgegangen und wie arrogant dieser Umgang im Interview gerechtfertigt wurde, finde ich einfach ekelhaft.
Natürlich sah es auch bei den anderen Betrieben, in die Markus Breitscheidel sich als Leiharbeiter eingeschlichen hatte, nicht viel besser aus. Selbst der „Vater“ der Leiharbeit, der Ex-Superminister Clement, war entsetzt, nachdem er sich die Aufnahmen angesehen hatte.

Leiharbeit wird missbraucht, die Menschen werden ausgenutzt, ausgesogen wie reife Tomaten, sie werden wie Menschen 2. Klasse behandelt. Das Prinzip Leiharbeit lädt quasi zum Missbrauch ein, weil es viel zu verlockend für die Arbeitgeber ist – selbst dann, wenn die es im Grunde gar nicht wirklich nötig hätten. Man nimmt halt, was man kriegen kann.

NEIN! SO GEHTS NICHT! DAS IST MENSCHENUNWÜRDIG!
Da sollte sich dringend die Ethik-Kommission, die sich doch so hervortut, wenn es z.B. um Stammzellenforschung geht (also um UNGEBORENES Leben) einschalten, denn dies ist GEBORENES Leben!
Oder ist geborenes Leben nicht so wertvoll wie ungeborenes …?

Leiharbeit muss wieder weg!

3 Gedanken zu „die story – Leiharbeit undercover

  1. Agnes sagt:

    Nicht alle Leiharbeiter werden mißbraucht.
    Die Medien suchen sich für ihre Storys natürlich immer Fälle aus, die dann auch entsprechend spektakulär sind.
    Und wie meistens wird dann alles sehr einseitig dargestellt.
    Polemik ist doch immer wichtiger als Wahrheit.

    Wenn ich das jetzt alles schreiben würde, was ich zum Thema schreiben könnte, dann brauchte ich etwas länger und das Feld hier würde nicht ausreichen.
    LG Agnes

  2. Ulinne sagt:

    Moin Agnes,
    ich glaube, dass die seriösen Leiharbeitsfirmen in der Minderzahl sind. Randstad z.B. wo der Michi-Mann ein halbes Jahr beschäftigt war, war im Grunde sehr fair und zählt sicher zu den guten Ausnahmen, da kann man nicht viel meckern. Außer vielleicht, dass das Gehalt damals in keinem Verhältnis zum heutigen stand, nachdem er von der Firma, bei der er eingesetzt war, übernommen wurde. (Michi ist ja immer sehr zuverlässig, pflichtbewusst und in allen Dingen sehr geschickt, das hat man bei dieser Firma wohl schnell gemerkt. *g*)
    Aber es bleibt immer das Gefühl, Mensch 2. Klasse zu sein in einem Betrieb, und vieles, was Mitarbeitern 1. Klasse zusteht, bekommt man als Mitarbeiter 2. Klasse eben nicht – wie z.B. vermögenswirksame Leistungen, Weihnachts- und Urlaubsgeld etc..
    Dieses Gefühl, Mensch 2. Klasse zu sein, hatte der Michi damals – trotz seriöser Leiharbeitsfirma – auch sehr stark.
    Menschen 2. Klasse darf es aber nicht geben!
    Wenn man fleißig und gewissenhaft seine Arbeitskraft einsetzt, hat man gefälligst auch die gleichen Bedingungen wie die Anderen zu kriegen …!
    Stell dir einfach nur mal vor, DU wärst keine Vollangestellte, sondern eine Leiharbeiterin in deinem Betrieb – mit erheblich weniger Einkommen und irgendwie nicht richtig für voll genommen.
    Na?
    Wie würdest du dich bei dieser Vorstellung fühlen?
    Also bei MIR wehrt sich ALLES dagegen!
    Ich hätte absolut keine Lust, mich derart erniedrigt und „nach hinten“ geschoben fühlen zu müssen.
    Nein – das Prinzip „Leiharbeit“ ist für mich indiskutabel!

Kommentare sind geschlossen.