EHEC – so gefährlich durch Massentierhaltung?

Auf der WebSite von „Bauernhöfe statt Agrarfabriken„, einem Netzwerk aus Bauern-, Tier- und Umweltschutzverbänden, Bürgerinitiativen und Kirchen, finde ich gerade einen interessanten Artikel:
EHEC: Gefährliches Gemüse durch Antibiotikamissbrauch in der Massentierhaltung?

 

bauernhoefe

Wir wissen ja (hoffentlich) alle, dass wir mit unseren Steaks und Schweineschnitzeln nicht nur Fleisch zu uns nehmen, sondern meist auch jede Menge Antibiotika, da Massentierhaltung gar nicht ohne diese Medikamenten-Zugaben im Futter auskommt. Schon ein einziges erkranktes Tier kann ganze Bestände gefährden, so dass in diesen Riesenställen immer gleich alle zig-Tausend mit Antibiotika behandelt werden müssen, in der Regel auch einfach mal vorbeugend, also obligatorisch.
Und wir wissen auch, dass sich durch zu leichtfertige Einnahme von Antibiotika Resistenzen bilden .

Auf den Punkt gebracht hat das Dilemma, dass unsere Körper gegen die meisten Antibiotika mittlerweile resistent geworden sind und die Ärzte nicht mehr wissen, welches Kampfmittel sie gegen so manche Erkrankungen (u.a. auch gegen die gefährlichen Krankenhauskeime MRSA, die deutsche Kliniken ja offenbar nicht in den Griff bekommen *tzz*) überhaupt noch einsetzen können. Die Ursache dieses Problems ist nicht nur die leichtfertige Verschreibungspraxis so manchen Arztes, sondern AUCH in unserer „antibiotika-angereicherten“ fleischreichen Ernährung.
Ja, und da ist es nur logisch, dass die EHEC-Bakterien aus den Exkrementen der Tiere, die über Gülle auf den Feldern landen, heute auch nicht mehr auf Antibiotika reagieren. Kein Wunder – auch in den Körpern der Tiere sind diese Bakterien längst resistent geworden … 🙁

Im Grunde ist also die Massentierhaltung Schuld daran, dass man heute vor diesem Riesenproblem steht. Wird Zeit, dass da langsam mal jemand einschreitet und die Dinge im Sinne der Verbraucher regelt!
Den Aufruf zur „Bauernsternfahrt – Wir haben es satt “ kann ich jedenfalls voll unterstützen!