Farbe bekennen

Wer mich kennt, der weiß, dass ich alle Religionen dieser Welt für Aberglauben und Unsinn, ja sogar für gefährlich halte. Da ich absolut überzeugt davon bin, dass „Gott“ dem Wunschdenken und den Welterklärungs-Versuchen der Menschen entspringt, also nichts als ein Hirngespinst ist, freue ich mich umso mehr über jeden, der es genauso sieht wie ich, denn je mehr wir Atheisten werden, umso besser für den Frieden zwischen den Menschen auf dieser Erde. Religionskriege hätten dann schon mal keine Grundlage mehr, denn es muss nicht mehr entschieden werden, wer da nun mit seinem Glauben Recht hat und wer nicht …

Wir Atheisten bekennen nun Farbe und behaupten:

gott gibt es nicht gr

Mehr dazu hier beim Schockwellenreiter

13 Gedanken zu „Farbe bekennen

  1. Christelinchen sagt:

    Na, da hast du aber jahrelang betrogen.
    Auch ich war Religionslehrerin.
    Ich habe jedoch zwischen Glauben und Kirche immer einen großen Unterschied gemacht.
    Denn dem Machtanspruch der Kirche, insbesondere dem Patriarchat der kath.stehe ich entschieden misstrauisch gegenüber.
    Leider werden die Religionen in der Welt immer wieder für Machtansprüche missbraucht. Unverständlich ist mir, dass in der heutigen Zeit die Kirchen die Menschen noch immer manipulieren können. Atheistin bin ich deshalb nicht geworden. Denn was die Glaubensführer tun steht m.E. häufig konträr zu Gottes Willen. Für mich gibt es keinen Gott, der z.B. Krieg will, unter welchem Mäntelchen auch immer.

  2. kalle sagt:

    Hallo Ulrike,

    deine obige Behauptung kann ich diesmal nicht unterschreiben, aber das finde ich nicht schlimm, denn schliesslich muss sich jeder selbst dafür entscheiden an was er glaubt. Ob das an einen Gott, an sich selbst, oder gar an Ausserirdische ist, bleibt jedem überlassen.

    Ich beschäftige mich viel mit kirchlichen Themen, rege mich über den Papst auf, betätige mich viel durch meine ehrenamtliche Arbeit in den Kirchen, egal ob evangelisch oder katholisch. Jedoch bin ich immer kritisch, und versuche mich positiv einzubringen, und gegen z.B. gegen diskriminierende Auswüchse vorzugehen. Meist mache ich dies zum Wohle aller, doch auch ich bin gläubig, selbst wenn mein Glaube „selbstgezimmert“ wirkt. Doch bisher hat er mir geholfen, durch alle Höhen und Tiefen zu gehen, und einen strafenden Gott gibt es für mich auch nicht ;),

    lg Kalle

  3. pope sagt:

    @Christelinchen
    @Kalle

    Ok, vielleicht hätte der Spruch heißen müssen:
    DEN Gott gibt es nicht. Dieser Banner und diese Aktion richtet sich gegen einen Religionsunterricht unter der Schirmherrschaft der Kirche. NICHT gegen Gläubige. Niemand möchte das ihr euren Glauben aufgebt. Gerade nicht solche Leute wir Ihr. Wir haben auch nichts gegen einen freiwilligen Religionsunterricht für gläubige Schüler an den Schulen, aber freiwillig sollte er sein. Wie ihr schon festgestellt habt, jeder soll an das glauben, an was er möchte, aber nicht absolutistisch. Diese Aktion richtet sich gegen das Absolute des Religionsunterricht. Also bitte nicht falsch verstehen.

  4. Nante sagt:

    Das Denkkonstrukt GOTT gibt es, so lange wir die Geschichte der Menschheit verfolgen können..

    Mussten die Menschen der Vorzeit , um ihrem angeborenen “Denktrieb” , der Frage nach dem Warum, befriedigen zu können, Verursacherprinzipien im Transzendenten ” erfinden” – wollten sie im Kampf der Unsicherheiten Sicherheit gewinnen, wollten sie den auch uns innenwohnenden Drang zu staunen – der Ehr – furcht vor Schönem – Schrecklichem Ausdruck verleihen, brauchten — BRAUCHEN sie ( WIR) ein Ventil.

    So – natürlich sehr gekürzt und eher banal – denke ich, wohnt in uns allen ein “religiöses” Bedürfnis.

    Und es war die “Schlauheit der Machthaber” zu allen Zeiten, dieses – mMn – zutiefst menschliche Bedürfnis in Rituale – Belohnungs – und Sanktionsgefüge umzuwandeln.

    Ich bin Agnostikern – vom theoretischen aus gesehen —
    Gott kann nur als Bedürfnis des Menschen erklärt werden ..

    Aber vielleicht gelingt es ja einmal den mathematischen oder strengen naturwissenschaften, einen in sich schlüssigen falsifizierbaren Gottesbeweis anzutreten ..

    Ich kann – nach dem augenblicklichen Stand der Wissenschaft – nicht an Gott als Verursacher des Seins glauben: schon gar nicht an die kulturelle Vielfalt dieses Gedankenkonstrukts.

    Nantes letzter Blogeintrag: Die Sache von der ewigen Liebe

  5. Yves sagt:

    Wer Krieg führen will, der braucht nicht immer den Deckmantel der Religion dazu. Man kann ja gemeinsam gegen eine „Achse des Bösen“ kämpfen …und schon haben wir einen künstlich hervorgerufenen Grund.

    Atheisten können sich doch ruhig dazu bekennen…braucht man aber dazu immer das Argument des Glaubenskrieges? Es gab so viele Kriege wo es rein um das Territorium ging und von Atheisten geführt wurde….

    Liebe Grüße und Gottes Segen 😉

    Yves

  6. Nante sagt:

    Yves erinnert mich, dass ich ja eigentlich gar nicht so richtig zum Thema schrieb….

    Ich möchte jetzt nicht ausholen, aber alle Kriege, die „im Namen“ Gottes – egal “ welchen Gottes“ – geführt wurden, benutzten diesen GRUND nur als Vorwand …

    Der 30jährige Krieg ging angeblich um die Überwindung der Spaltung der Kirche ( Reformation – Gegenreformation ) – realiter ging es den protestantischen Landesfürsten um ihre Landeshoheit ( da konnten sie das eingezogene Kirchengut so schön gebrauchen) – das Haus habsburg ämpfte um den Erhalt seiner ( auch territorialen) Macht.

    Was drückt das besser aus als der Spruch des Augsburger Relogionsfriedens:

    Cuius regio, eius religio !

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cuius_regio,_eius_religio

    Ich will Euch nicht anöden – aber ich könnte Seiten mit weiterer Beweisführung füllen.
    Auch die Kriege der Neuzeit benutz(t)en Ideologien als Vorwand für Eroberungspolitik — allerdings ist hier nicht nur die „Wahrung des christlichen Glaubens“ der vorgeschobene Grund.

    Du siehst, Yves, wir MENSCHEN wissen, was Sache ist ….
    und trotzdem fallen wir immer wieder rein … in die Propagandamaschinen ….

    Nantes letzter Blogeintrag: Die Sache von der ewigen Liebe

  7. Ocean sagt:

    Huhu liebe Ulrike,

    hast du gestern zufällig „Delphinsommer“ gesehen? oder kennst den Film? Er zeigt in wirklich drastisch-erschreckender Weise, was religiöser Wahn, religiöse Anmaßung für Folgen haben kann. Sehr sehenswert.

    Ich würd mich als Agnostiker bezeichnen. Atheist deswegen nicht, weil ich nicht zuverlässig sagen/beweisen kann, dass es wirklich keinen Gott gibt. Aber umgekehrt auch nicht – sog. „Gottesbeweise“ halte ich für sehr zweifelhaft.

    Religion – Vorstellungen von Gottheiten – wenn wir „Pech haben“ (je nach Sichtweise *g*) ist das alles nur von Menschen ausgedacht, entweder aus purer Angst vor der Endlichkeit allen Seins (Da muss doch noch was kommen – Jenseits, Himmel, Hölle, spirituelle Sphäre etc) –

    oder bzw. auch zu Machtzwecken, zu Zwecken der Manipulation. Absolut verwerflich, all das.

    Kein Problem hab ich mit der Anwendung von Religion in sozialem Kontext. Ich weiß, man muss nicht religiös drauf sein, um sozial/karitativ zu handeln. Das geht auch ohne. Aber wenn es aus den (unbestreitbar vorhandenen) positiven Werten entspringt, die das Christentum ja auch beinhaltet bzw. propagiert – warum nicht. Konstruktiv-verbindende religiöse Gemeinschaften, damit hab ich überhaupt kein Problem.

    Jede Religion ist nur so gut wie die Menschen, die sie leben!

    Wenn Religion verantwortungsvoll praktiziert wird, schadet sie auch nicht, sondern kann auch Gutes bringen.

    Leider ist das bei weitem nicht immer der Fall .. und da bin ich 100% deiner Meinung.

    Ganz liebe Grüsse zu dir, und für Emma einen Nasenstubser von Lisa 😉
    Ocean

    Oceans letzter Blogeintrag: Viel los / Stoeckchen: 6 Dinge ueber mich, 4. Bild 4. Ordner / Termin

  8. Wildgans sagt:

    eine sterbebegleiterin erzählte in einem interview über nahtoderlebnisse von wegen tunnel, licht usw. und dass sie einen sterbenden mönch sagen hörte, als er schon fast drüben war: gott ist gaaaaanz anders.
    was er wohl gesehen hat???
    und ich leide noch immer unter dem religionstrauma, das mir in der schule zustieß. mal sehen, was die in der kur darüber sagen…
    grüße von der wildgans

    Wildganss letzter Blogeintrag: Über das Lesen

  9. Elke sagt:

    Hallo Ulrike,
    ich halte Religionsunterricht in der Schule für absolut überflüssig; die Unterrichtszeit könnte wahrhaftig besser genutzt werden. Ein religöses Bedürfnis ist etwas, das seit Urzeiten zum Menschen gehört und vielleicht erst in der Jetztzeit überflüssig wird, weil wir glauben, uns alles auch anders erklären zu können. Ob das stimmt, sei dahingestellt. Religion wird aber auch schon immer als Machtmittel benutzt und das ist es, was mich stört. Deshalb gehöre ich keiner Kirche an. Wobei – soweit ich weiß – der Buddhismus keine machtpolitischen Bestrebungen hat. Ja, ich bin sicher, es ginge der Welt ohne Religionen besser. Es sei denn, man erfände dafür etwas Neues, worum es sich zu streiten lohnt. Und das traue ich dem Menschen leider ohne weiteres zu.
    Herzliche Grüße
    Elke

    P.S. Deine Seite läd sehr langsam. Vielleicht hast du etwas Blockierendes in der Sidebar?

  10. Ulinne sagt:

    @Elke:
    ja, wenn man bedenkt, dass die Kirchenmacht einmal die weltlichen Herrscher völlig in der Hand hatten …
    Da hat sich – „Gott“ sei Dank – ja mittlerweile einiges geändert.

    Bei mir laden übrigens heute auch alle meine Seiten sehr langsam. Vielleicht liegts am Loomes-Server, denn sonst ging alles eigentlich immer sehr flott – trotz des Seitenstreifens.
    Wer weiß, was die dort wieder mal für Probleme haben …

  11. GelaMu sagt:

    Wer an die Existenz Gottes nicht glauben will, wird es nicht mal dann tun, wenn er Wunder direkt vor seiner Nase geschehen sieht. Der eine Gedanke ist schon mal falsch: nicht die Religion ist an den Kriegen schuld, sondern der Mensch. Keine Religion sagt, man soll andersgläubige töten oder sonstiges Leid zufügen. Wie die Botschaft der jeweiligen Religion bei euch ankommt, ist allein eine Frage eures Verstandes.

    Das wir alle mal sterben werden, kann keiner von uns abstreiten. Oder doch? Natürlich nicht 🙂 Ob es einen Gott gibt, und damit auch das Paradies bzw. die Hölle gibt, werden wir alle noch früh genug erfahren, bloß dann wird keine Reue oder Unwissenheit mehr helfen. Habt doch Geduld, liebe Atheisten 😉 Der Mensch hat nun mal nichts zu verlieren, wenn er an Gott glaubt, also warum dann so ignorant sein und nicht an Ihn glauben?

    Wie auch immer… ich glaube, euch wird kein Argument dieser Welt von der Existenz Gottes überzeugen, genau so wenig wie mich die Nichtexistenz von Ihm überzeugen wird.

    Wie Doris Lessing mal sagte: Denk falsch, wenn du magst, aber Denk um Gottes Willen für dich selber.

    In diesem Sinne,
    cioa

  12. Ulrike/Ulinne sagt:

    Ich will dir nichts wegnehmen, Geli, von mir aus kannst du gern weiter an das Märchen von einem Gott glauben …
    Und ja, ich bestehe darauf, für mich selbst zu denken und sämtliche Religionen dieser Welt, die für sich jeweils in Anspruch nehmen, die einzig seligmachende zu sein, als das zu sehen, was sie sind: von Menschen für Menschen konstruiert.

    Gruß – Ulrike

    Ulrike/Ulinnes letzter Blogeintrag: Das Wetter im Münsterland

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