Felsbrocken gegen Schleppnetze

GREENPEACE versenkt nun auch vor der Schwedischen Küste Felsbrocken gegen die Schleppnetz-Fischerei in der Ostsee.

Find ich gut!!!

So etwas sollten sie auch vor den Afrikanischen (und anderen stark von Schleppnetz-Trawlern der Fisch-Großkonzerne frequentierten) Küsten machen, damit die einheimischen Fischer wieder eine Chance gegen die Großfischerei-Mafia haben …

Das Argument der (kleinen) Fischer, dass dadurch ihre Fischerboote hängen bleiben könnten und in die Gefahr gerieten „mit Mann und Maus“ unterzugehen, zählt für mich nicht. Dann müssen sie halt wieder „normal“ fischen und die den Lebensraum „Meeresboden“ zerstörenden Schleppnetze weglassen.
So langsam sollte doch auch der letzte Fischer für die Probleme, die er mit Schleppnetzen verursacht, sensibler sein! Alles andere wäre sträfliche Ignoranz, die auf ihn selbst zurückfallen würde!

Außerdem: Die Meere sind eh schon viel zu sehr überfischt!
Da ist jedes Augen-zu-und-durch fehl am Platze. Schließlich kommt es in erster Linie nicht darauf an, dass Fischer dieser Generation ihren Arbeitsplatz behalten. Die Nachhaltigkeit ist wichtig – auch für die kommenden Generationen, die noch fischen und Fisch essen wollen!

Die Greenpeace-Aktion KANN also nur gut sein – auch für die kommenden Fischer-Generationen.
Wenn sie den Großkonzernen schadet: mehr davon …!

2 Gedanken zu „Felsbrocken gegen Schleppnetze

  1. Wolfgang aus Greifswald sagt:

    Moin moin liebe Ulinne,
    vor drei Wochen ungefähr lag die Beluga2 bei uns im StadtHafen, die hatten auch ein paar dicke Steine geladen, die sie im Seegebiet vor Helgoland versenken wollten. Wenn das die einzige Möglichleit ist, die „Gammelfischerei“ zu unterbinden, dann ist das nur gut.
    Früher galt einmal – wahrscheinlich nicht nur an der pommerschen Ostseeküste – „Dat Taukunftsbrot schmieten wi wedder rin“ Die Fischer sägen jetzt bewußt den Ast ab auf dem sie sitzen. Aber sind sie auch primär schuld an dem Desaster? Da wirken so viele Faktoren rein, Preisdumping der großen FischVerarbeiter, EU-FangBeschränkungen, die Nicht-EU- Fischer einen feuchten Kehricht interessieren. Letztere verkaufen ihre Fische aber wieder in Europa.
    Die Küstenfischerei wird hier langsam den Bach runtergehen und trotzdem werden die Fischbestände nicht geschont. In die Bresche springen unverzüglich holländische und isländische Dickschiffe ein, die mit Schleppnetzen alles vom Meeresboden kratzen, was lebt.
    Alles kämpft ums Überleben – die alte Mutter Erde wird vielleicht in ihrer Not die Menschen abschütteln, um selbst zu überleben.
    LGr vom Wolfgang aus der schönsten Hansestadt am Ryck.

  2. ElkeH sagt:

    Wer als Fischer heute lebt und seine Familie ernähren muss, dem ist die Nachhaltigkeit vermutlich ziemlich wurscht. Ich bin auch gegen das Überfischen der Meere durch Schleppnetztrawler, aber man muss schon auch auf die „Kleinen“ Rücksicht nehmen. Wenn Wolfgang schreibt:die alte Mutter Erde wird vielleicht in ihrer Not die Menschen abschütteln, um selbst zu überleben – dann hat er damit vielleicht nicht ganz unrecht. Zumindest scheint es so zu sein, dass die Menschheit als solche weit weniger intelligent ist und handelt, als sie von sich selbst denkt. Die einen handeln aus Not, die anderen aus Profitgier und die Ergebnisse summieren sich.
    Lieben Gruß
    Elke

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