Gehaltszuwächse in Prozent???

Laut einer Meldung in den n-tv-Nachrichten wollen Gewerkschaften in Aufsichtsräten zukünftig (in Prozent!) zweistellige Gehaltszuwächse bei Managern verhindern.
Ja, dann macht mal, liebe Leut. Die Zeit ist längst reif dafür, wenn man nicht noch größeren Unmut bei der hart arbeitenden übrigen Bevölkerung provozieren will.

Ich frage mich allerdings, weshalb man Lohnzuwächse immer noch in Prozent rechnet.
Das treibt die Schere doch immer weiter auseinander und vergrößert die Ungerechtigkeit!

10% von 1000 Euro sind 100 Euro.
10% von 10000 Euro = 1000 Euro.

Wer eh schon viel hat, bekommt mit dieser Rechenmethode immer mehr dazu!
Und da stelle man sich mal eine prozentual ZWEISTELLIGE Erhöhung von Managerbezügen vor, die Millionengehälter bekommen!!?
10 oder 20% sehen auf den ersten Blick gar nicht so viel aus, weil die Zahlen eigentlich klein wirken, aber 10% von einer Million sind immerhin HUNDERTTAUSEND Euro !!

Mal ehrlich – das kanns doch nicht sein, oder?

Oder die nun geplante Rentenerhöhung um 1,1% …
Wer eine geringe Rente bezieht, bekommt vielleicht 3, 4 oder 5 Euro monatlich dazu.
Bei jemandem, der eine hohe Rente hat, können das vielleicht 13 Euro werden.
Hey, weshalb gibt man nicht ALLEN Rentnern mindestens 15 oder 20 Euro pro Monat dazu?
(Alles darunter ist doch lächerlich!)

Weshalb einigt man sich in Tarifverhandlungen und bei Rentenerhöhungen nicht endlich mal auf konkrete Festbeträge? Beispielsweise 50,- oder 100,- Euro pro Monat mehr FÜR ALLE. Das würde auf Dauer die Ungerechtigkeiten nivellieren, und die Spanne würde nicht – wie bisher – größer und größer.
Ich frage mich, warum niemand auf eine solch sinnvolle Idee kommt. Diese Prozent-Schritte zementieren die Unterschiede doch immer weiter, und sie entzweien die Menschen immer mehr!

Haaaallooo Politiker und Gewerkschafter! Schon mal drüber nachgedacht? …

4 Gedanken zu „Gehaltszuwächse in Prozent???

  1. Brigitte sagt:

    Ja warum wohl kommt keiner auf die Idee? Weil denjenigen, die das aushecken, die Prozente doch gut passen.
    Tschüssi Brigitte,
    die sich gerade auch wieder darüber aufregt.

  2. kalle sagt:

    Hu Ulrike,

    gerechter wäre es auf jeden Fall, doch wer will dafür seinen kopf hinhalten…Die Leute sind viel zu eingeschüchtert…

    lg Kalle

  3. Irmgard sagt:

    Hallo Ulinne,
    danke für Deinen lieben Kommentar bei mir. Freut mich, dass wir ähnlich ticken. Es ist immer wieder faszinierend für mich, im Web Leute zu entdecken, die ähnlich denken wie ich.
    Grade hab ich übrigens Ohrenstöpsel drin, damit ich die Schreie von der Wohnung nicht höre *ggg*. Ich will heute einfach ungehemmt surfen und am Blog basteln.
    Genau dieses, was Du schreibst, ist auch meine Meinung. Da habe ich schon damals mit meinem Sohn debattiert, der mit 20 mehr verdiente als ich – er Metaller, ich Erzieherin. Die Metallgewerkschaft drückte Jahr für Jahr jeweils mehr Prozente Lohnerhöhung durch als die anderen Gewerkschaften, was ich ungerecht fand. Mein Sohn natürlich nicht, dem tat das Geld gut. Und ich habe es ihm ja auch gegönnt.
    Aber, wie Du schon schreibst, geht die Schere jeweils immer weiter auf, egal wo die Lohnerhöhungen stattfinden.
    Managergehälter würde ich gerechtfertigt finden, wenn sie Entsprechendes leisten würden. Aber oft ist es so, dass sie auch noch für Unvermögen belohnt werden. Und das kann es doch nicht sein. Nirgendwo können sich die Manager so selbst bedienen wie hier in Deutschland. Die anderen Länder haben leistungsbezogene Gehälter. Naja, nicht alle, wenn man die Abfindungen in den USA liest, wo manche Manager auch Murks gemacht haben und mit Millionen „abgefunden“ wurden.
    Liebe Grüße und einen schönen sonnigen Tag noch,
    wünscht Irmgard

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