Geiselnahme im Jemen

Wie kann man nur mit Kindern, die 1, 3 und 4 Jahre alt sind, in den Jemen fahren???
Wie verantwortungslos ist DAS denn?!

Mir kann doch niemand erzählen, dass SO kleine Kinder – besonders die ersten beiden – Lust auf ein „Abenteuer“ im Jemen haben.

Also zuweilen fragt man sich schon, was solche Eltern im Kopf haben … 🙁

8 Gedanken zu „Geiselnahme im Jemen

  1. Silke sagt:

    Die Eltern waren da wohl „beruflich“, also wie ich verstanden habe als Helfer in einem Krankenhaus. Sie seien sehr christlich – aber darf man „auf Gott vertrauen“ und seine Kinder in solch ein Gebiet mitnehmen? Das kann ich nicht nachvollziehen, bei aller Liebe nicht…

  2. Ulrike/Ulinne sagt:

    Also, ich denke auch, Silke, dass ich mit 3 SO kleinen Kindern auf einen solchen Job verzichten und im Lande bleiben würde. Denn – wie man sieht – scheint da auch „Gottvertrauen“ nix zu helfen …

  3. Myren sagt:

    Die Eltern leben schon seit ca. 5 Jahren in Jemen. Demnach sind alle Kinder auch dort geboren. Also nichts von „Abenteuerfahrt“-
    sie wohnen dort.

  4. Ulrike/Ulinne sagt:

    Nun ja, Myren, spätestens wenn die Familienplanung begänne und das erste Kind auf der Welt wäre, würde ich mich aus einem solch unsicheren Land verabschieden und mir einen Job in Europa suchen. Ich nehme mal an, dass sie Ärzte sind. Da wären die Chancen in Europa sicher nicht schlecht gewesen …

    Aber vielleicht bin ich dabei auch ein bissel ungerecht, denn Entführungen von der aktuellen „Qualität“ gab es im Jemen vorher ja offenbar nicht. Heute kennt man die Gefahr wohl besser …

  5. Wolfgang aus Greifswald sagt:

    Moin liebe Ulinne,
    meine ersten Gedanken waren auch, daß die wohl schon lange im Jemen wohnen, dort arbeíten, ihren Lebensmittelpunkt, Freunde da haben, also wirklich dort den Anker geworfen haben – aber eben noch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Anders wäre es für mich auch unvorstellbar, daß jemand mit so kleinen Kindern da runterfährt.
    Nun ist ihnen diese neue Heimat, in der sie sich bestimmt auch wohl und zu Hause gefühlt haben, zum Verhängnis geworden. Ich hoffe sehr und bete auch dafür, daß sie mit dem Leben davonkommen, daß sie irgendwie wieder freikommen und dann aber die Konsequenz ziehen, aus der Sache lernen und das Land verlassen, in dem sie letztendlich ihres Lebens nicht sicher sind. Da sind wohl die Lebens- Gefahren in D-Land überschaubarer.
    Meine Gedanken gehen auch an die drei Frauen(aus Korea und D-Land), die ermordet aufgefunden wurden, die im Krankenhaus den dort wohnenden Leuten helfen wollten und von muslimischen Fanatikern gemeuchelt wurden.
    Da kann ich nur jedem anempfehlen hierzubleiben, solange da unten mit „reichen Ausländern“ Geld „verdient“ wird.
    Die Praxis zeigt doch, daß auch Leute, die schon jahrelang im Jemen, im Irak oder sonstwo wohnen, die sich da eigentlich schon sicher fühlen, Opfer solcher Entführungen werden. Solange sich die Lage der in diesen Ländern wohnenden Menschen eher verschlechtert als verbessert, wird die Gefahr bleiben.
    Also: Bleibe im Lande und wehre Dich täglich!oder so ähnlich 😉
    LGr aus der schönsten Hansestadt am Ryck von Wolfgang

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