In „Teutschland“ spricht man „TEUTSCH“!

Also wirklich … gibts für die Polit-Hanseln in der CDU eigentlich keine anderen Probleme?
Wir haben eine massive Finanz- und Wirtschaftskrise, das Klima ist extrem bedroht, die Armut steigt bedrohlich im Ländle, während Reiche immer reicher werden, bei der Bildung haperts hinten und vorne (aber – gut, ein doofes Volk ist den Herrschenden ja eh immer das bequemste), Schulen verrotten, Lehrer müssen sich mit viel zu vielen Schülern – fast im wahrsten Sinne des Wortes – „herumschlagen“, vielen Menschen fehlt die Lebensperspektive, die Knäste werden voller und voller, die Justiz kommt nicht mehr nach, die Nahrung ist nicht mehr das, worauf man (viel zu) lange vertraut hat, Lebensmittelkontrolleure fehlen, das Gesundheitssystem ist (mit Verlaub) Scheiße und wenig durchdacht, und, und, und …

Ja, und was ist einigen Delegierten auf dem CDU-Parteitag ein wichtiges Anliegen?
Dass die Sprache der Bundesrepublik Deutschland DEUTSCH ist!
Und das wollen sie ganz dringend auch im Grundgesetz stehen haben.

Haben die es noch ganz gut? … *kopfschüttel*
Ist Politik so etwas wie eine „Beschäftigungstherapie“ für karrieregeile Quatschköppe – in diesem Fall auch Nationalisten?

Mann, Mann, Mann …

14 Gedanken zu „In „Teutschland“ spricht man „TEUTSCH“!

  1. Ulinne sagt:

    Mann, bist du schnell! :-)))
    Bin noch nichtmal mit dem Korrigieren des Textes fertig gewesen (sowas mach ich immer noch ein paar Mal, nachdem ich einen neuen Beitrag geschrieben habe, weil mir dann doch immer noch etwas ein- oder auffällt), und da bist du schon da. *lach*

    Ja, dass die Prioritäten nicht beim „Wohl des Volkes“ liegen, ist völlig klar. Die Menschen im Land sind nur Stimm- und Legitimationsvieh für die Möglichkeit, Macht auszuüben und die eigenen Taschen zu füllen.
    So war es immer, und so wird es immer bleiben.
    Dass man als Volk in einer Demokratie der „Souverän“ ist, ist eine nett verkaufte Illusion …

  2. Geli sagt:

    wieder ein Beitrag liebe Ulrike, der es wert ist zu lesen, drüber nachzudenken um zu dem Ergebnis zu kommen, sich anfangen wehren zu müssen…aber wie ??…wie soll man diese Halsabschneider bremsen?…wie wieder dahin bringen, daß sie begreifen, daß es das **Deutsche Volk** ist, was ihnen dieses Schlemmerleben ermöglicht?…ratlos-zornige Gedanken, aber liebe Grüße zu dir von der Geli, die dich fragt, ob ich deine Seite auf meinem Blog als #lesenswert# zeigen darf?

    Gelis letzter Blogeintrag: die gelben Engel…

  3. Ulinne sagt:

    Keine Frage, Geli – sicher „darfst“ du das.
    Würde mich freuen. 😉

    Tja, wie man sich ohne die „große Revolution“, zu der man in Deutschland eh zu untertänig und bequem ist (und sowas wäre ja auch mit viel Leid für die Menschen verbunden, denn ohne Gewalt käme sie sicher nicht aus), wehren könnte, weiß ich auch nicht.
    Vielleicht einfach mal konsequent „Links“ wählen und abwarten, was die „Genossen“ dann mit ihrer Macht anstellen, ob sie wirklich umsetzen, was sie versprechen und bei ihren Entscheidungen tatsächlich das Volk und sein Wohlergehen im Sinn behalten …

  4. Yves sagt:

    Einmal öfter den Mund aufmachen, wenn etwas nicht passt, wäre der erste Schritt.

    Sind wir Herdentiere die ein Führer brauchen, dem man überall hin folgt? Der Individualismus geht doch immer mehr verloren.

    Ob die „Genossen“ helfen könnten sei dahin gestellt. Gäbe es da Individualismus …?

    Yves

  5. Trixie sagt:

    Hä? Steht das nicht schon längst im Grundgesetz? Andre Länder haben diese Regelung, welche Sprache ihr Land spricht „und ihr eigen nennt“, in ihren Verfassungen stehen.
    In der Tat haben wir andre Probleme. Und ich muß zugeben, ich höre gern mal ausländische Stimmen, wenn ich draußen bin, auch wenn ich meist nichts davon verstehen kann. So ein bisschen Multikulti muß schon sein, sonst orientiert man sich menschlich zu einseitig, finde ich.

    Trixies letzter Blogeintrag: Schnäppchen…

  6. Yves sagt:

    Eigentlich wurde dieses „Sprachproblem“ im Großen und Ganzen schon vor einigen hundert Jahren durch Dr. Martin Luther geregelt.

    Yves

  7. Ulinne sagt:

    Individualismus bei den Genossen, Yves?
    Aber warum denn nicht?
    Ich hoffe doch stark, dass man inzwischen aus den Sozialismus-Fehlversuchen in dieser Welt etwas gelernt hat, bei denen dann doch immer wieder die menschliche Machtgeilheit gewonnen hat.
    Leider aber wird so etwas immer wieder gern als Schreckgespenst aufgebaut. Die Absicht ist klar … 😉

  8. Yves sagt:

    Vielleicht tut man sich in der heutigen Zeit bei der Begriffserklärung „Links“ etwas schwer.

    Ist „Links“ das literarische Werk aus dem Jahr 1848 eines deutschen, vollbärtigen Philosophen?

    Oder ist es der Versuch jener Realisierung 1918 durch einen russischen Spitzbart?

    Sollte es vielleicht die deutsche Weiterführung zwischen 1948 und 1998 in einem ummauerten Teil Deutschlands sein?

    Oder ist es doch der Versuch den Kapitalismus der höchsten Stufe unter asiatisch-kommunistischer Führung?

    Vielleicht ist es aber nur der Freiheitskampf einer karibischen Zuckerinsel gegen den Amerikanismus…

    Gruß

    Yves

  9. Ulinne sagt:

    Moin Yves,
    mit „links“ meinte ich natürlich die Partei gleichen Namens. Momentan offenbar die einzige, die sich für mehr Gerechtigkeit in unserem Land einsetzt und sich auf die Seite des „kleinen Mannes“ schlägt – zumindest verspricht sie es. Was davon letztendlich zu halten und wie sie zu beurteilen sein wird, muss sich in der Praxis zeigen. Jedenfalls würde ich sie inhaltlich nicht unbedingt bei einem deiner Definitions-Beispiele verorten. Ich denke, dass das Programm eher den heutigen Ansprüchen entspricht und mit nichts, was vorher (mehr schlecht als recht) in anderen Staatssystemen praktiziert wurde, und auch mit nichts (auch nicht mit der SED, was ja immer gern behauptet wird) vergleichbar ist.

    Morgengruß
    Ulrike

  10. Elke sagt:

    Sicher haben wir andere, dringlichere Probleme, aber unseren Politikern sind schon dümmere Sachen eingefallen. Wir müssen die deutsche Sprache ja nicht auf ein gleich hohes Podest stellen wie die Franzosen ihr Französisch, aber im Prinzip finde ich die Forderung nicht schlecht. Schließlich findet es doch kaum keiner wirklich gut, dass so viele unserer ausländischen Mitbürger kaum einen anständigen Satz auf Deutsch zustande bekommen. Auch das immer stärker um sich greifende „Denglisch“ ist eher zum Weinen. Oder siehst du das anders?
    Ulrike, sei mir nicht böse, aber ich habe manchmal den Eindruck, du könntest hier einmal täglich schreiben: ich finde die derzeitige Regierung Sche*** – dann wär’s auch gut.
    Elke

  11. Ulinne sagt:

    Nö, Elke, weshalb sollte ich das so undifferenziert und ohne konkretes Thema tun?
    Dass ich im Großen und Ganzen unsere Regierung nicht gut finde, stimmt allerdings. Bist DU damit zufrieden?
    Aber so eine pauschale Rundumbemerkung wäre nicht mein Ding. Da beziehe ich mich doch lieber auf aktuelle Themen, die mich gerade mal wieder aufregen, oder zu denen mir etwas gefällt. Ein Schönwetter-Blog ist das hier nicht (nur). Da musste jetzt mit klarkommen – oder eben nicht.
    Denn alles, was Politik, Gesellschaft, Aberglauben (äh – Religionen) und solche Geschichten anbetrifft, ist halt mehr mein Thema, als anderer alltäglicher Kram.

    So. 😉

  12. Ulinne sagt:

    Stimmt, Sue, die unterschiedlichen deutschen Dialekte sind auch in einer TV-Sendung zu diesem Thema schon mal angesprochen worden. 😉
    Und MELY KIYAKs Vorschläge von den Artikeln 22b – 22k sind wirklich lustig. *grins*

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