Intermittierendes Fasten 1

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Fastenkuren fand ich immer ziemlich schwierig. Etwas leichter fielen sie jedes Mal erst ab ca. dem 4. Tag. Fastenbrechen schließlich mit einem Apfel, den man dann als das Köstlichste aller Köstlichkeiten empfindet. Viele stehen ja drauf und machen das regelmäßig.
ICH kann mich jedoch nur noch schwer dazu aufraffen.
Seit etwa Anfang Februar 2014 mache ich aber nun „intermittierendes Fasten“.

Intermittierendes Fasten?? Was das ist?
Nun, das ist so etwas wie „Teilzeit-Fasten“, also nicht tagelang am Stück nichts essen, sondern immer wieder unterbrochen durch Zeiten, zu denen man ganz normal essen kann.

Und wie bin ich drauf gekommen?
Ich habe zu Beginn des Jahres 2014 einen BBC-Film gesehen: Fasten macht glücklich
Da war ich plötzlich wie vom Schlag gerührt und wusste: DAS IST ES!

Will mehr wissen!
Habe mich dann auf Recherche-Tour begeben, um mehr darüber zu erfahren. So konnte ich lernen, dass es verschiedene Weisen und Wege gibt, wie man das intermitierende Fasten machen kann. Einige fasten einen ganzen Tag lang (und natürlich die darauffolgende Nacht), essen dann am nächsten Tag wieder ganz normal – und so weiter.
Andere wieder fasten innerhalb eines 24-Stunden-Tages-/Nachtzeitraumes – z.B. 16 Stunden lang nichts zu sich nehmen, außer klarem Wasser, Kräutertees, Kaffee ohne Zucker und Milch, evtl. auch mal eine Gemüsebrühe, dann 8 Stunden lang essen, wie man sonst auch essen würde (16/8).
Die möglichen Variationen sind aber noch vielfältiger. Man kann z.B. 3 Tage – verteilt über die Woche – fasten, an den 4 Tagen dazwischen dann wieder essen. Möglich sind auch 18 oder 20 Stunden am Tag fasten, am Rest dann essen. Man sollte eben nur darauf achten, dass man bei dieser Fastenform mindestens 16 Stunden am Stück nichts isst, nur trinkt. Diese zumindest 16 Stunden braucht der Körper nämlich, um die eigenen Fettzellen anzugreifen und aufzufressen!  (Autophagie / Autophagozytose nennt man das.)

Neben der Tatsache, dass man (in der Regel – jeder Körper reagiert anders) durch das intermittierende Fasten abnimmt, gibt es noch einen anderen Effekt, und der war für mich eigentlich zunächst wichtiger: Diese Art des Fastens verbessert die Blutwerte! Unter Umständen kommt man so weit, dass man Medikamente, die man – z.B. wegen Diabetes II, wegen zu hoher Cholesterinwerte etc. – einnehmen muss, irgendwann reduzieren, oder sogar ganz absetzen kann.

Umfassende Informationen, die ich nun hier nicht alle aufschreiben kann und will, findet man beispielsweise auf dieser WebSite hier.

Und was mache nun ich?
Ich wollte zunächst die Variante „ein Tag essen“ – „ein Tag fasten“ machen. Doch das habe ich am 3. Fastentag abgebrochen. Mein Kreislauf machte nicht mit.
Bin dann umgestiegen auf die 16/8-Version, also 16 Stunden am Tag (und in der Nacht) fasten, 8 Stunden essen. Die Zeit kann ich mir selbst einteilen, und da ich auch sonst – vor lauter Arbeit – gern mal zu spät ans Frühstück gedacht hatte, wird bei mir in der Zeit von 13.00 bis 21.00 Uhr gegessen. Nun, da ich am Morgen nichts mehr essen darf, denke ich natürlich häufiger an mein Frühstück, das ich früh am Morgen nicht mehr zu mir nehmen kann, schaue auch öfter mal auf die Uhr, weil der Magen knurrt. Aber es ist gut auszuhalten, ein warmer, ungesüßter Tee füllt zwischendurch immer mal wieder den Bauch, und man gewöhnt sich nach einer Weile daran.

Seit Anfang Februar mache ich das also nun so. Habe mittlerweile über 7 Kilo abgenommen, und bei der letzten Blutuntersuchung sah alles schon sehr ordentlich aus – besser als bei den Untersuchungen zuvor. Mein Arzt ist jedenfalls zufrieden mit der Entwicklung. Er findet das intermittierende Fasten übrigens auch ganz toll. 😉

Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht. Ich werde berichten …