Keine Tiere zu Weihnachten!

Emmahund & Paulemann

Emma & Paul – heiß geliebt, und ihre Anschaffung gut überlegt.
Niemals würden wir uns freiwillig von ihnen trennen!

In jedem Jahr passiert es immer wieder: Tiere landen unterm Weihnachtsbaum.

Große Freude – besonders bei den Kindern. Während der ersten Wochen beschäftigen sie sich vielleicht intensiv mit ihrem Hündchen, Kätzchen, Vögelchen, oder was immer sonst zu den neuen, tierischen Mitbewohnern gehört. Gern investieren sie zunächst viel Zeit, arbeiten an der Versorgung der Tiere mit, beschäftigen sich mit ihnen …

Langsam jedoch schwindet in der Regel das Interesse. Die Arbeit wird lästig, lieber den Erwachsenen überlassen – am Ende bleibt die Versorgung von Bello, Minka oder Peterle an Mama oder Papa hängen, die eigentlich – und erstaunlicher Weise – den Versprechungen ihrer Kinder geglaubt haben, auch „ganz sicher“ ständig alle Dinge zu übernehmen, die mit dem so sehr gewünschten Tier zusammen hängen. Und wenn man keinen großen Garten hat, muss man auch noch täglich ein paar Mal mit dem Hund raus …

Unter Umständen stellt sich zudem heraus, dass das Tier eine Nahrungsmittel-Allergie hat und ständig teures Diät-Futter gekauft werden muss (wie z.B. bei unserem Emmahund).
Überhaupt: die Tierarztkosten … 🙁

Man hat sich eigentlich nicht wirklich Gedanken über die Konsequenzen nachgedacht, die die Anschaffung eines Tieres mit sich bringen. Eben ein spontaner Entschluss, sie zur Weihnachtsüberraschung zu machen …

Dann kommt der Urlaub – weit weg von Weihnachten, und man weiß nicht, wohin mit dem Tier. In den seltensten Fällen wird man vermutlich die bessere Lösung wählen und sie – falls man sie nicht mitnehmen kann – während dieser Zeit in einer Tierpension unterbringen, denn das kostet ja Geld. Immer wieder muss man leider ausgesetzte und an Raststätten, oder irgendwo im Wald angebundene Tiere einsammeln. Manchmal verenden sie kläglich, weil sie nicht gefunden werden.
Solche Menschen kann ich absolut nicht verstehen.

Also bitte:

KEINE TIERE ZU WEIHNACHTEN VERSCHENKEN!

Vor der Anschaffung genau überlegen, wie das Leben mit ihnen für die nächsten 14, 15, 16 Jahre aussehen soll und kann, welche Einschränkungen man hinzunehmen bereit ist, welche Kosten man tragen will und kann.

Keine Entscheidung – nur weil man zu einem ganz bestimmten Termin Freude bereiten und heiß ersehnte „Geschenke“ verteilen möchte, eine Freude, die mit der Zeit rasch in eine Last umschlagen kann.

Und bitte unbedingt bedenken, dass auch die Tier-Vermehrer (und -Quäler!) wissen, dass WEIHNACHTEN ein guter Termin für gute Geschäfte ist!
Das kann teuer werden, denn da ist der Tierarzt – und die damit verbundenen Kosten – in der Regel schon vorprogrammiert …

2 Gedanken zu „Keine Tiere zu Weihnachten!

  1. Sabine sagt:

    Das würde ich mal auch unterschreiben, es tut mir immer leid wenn ich nach Weihnachten die arme Kleintiere in den Tierheimen sehe… Leute sollten mehr verantwortlich sein!

  2. Laura Bauer sagt:

    Sich ein Tier anzuschaffen sollte man sich gut überlegen. Ein Hund zum Beispiel braucht fast genauso viel zuwendig wie ein Kind, da er auf den Menschen angewiesen ist. Es ist verantwortungslos sich ein Tier zuzulegen ohne darüber nachgedacht zu haben ob man Zeit dafür hat.

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