Komplett-Digitalisierung?

Ich wundere mich schon lange darüber, wie technikgläubig und -anbetend man sich seit Jahren auf die Digitalisierung von allem und jedem stürzt. Da werden bis hin in die kleinste Gemeinde alle Daten – auch die der Bürger – ins digitale Format transferiert, und man weiß nicht, ob die Daten auf Papier weiter in Archiven vorgehalten und gesichert werden. (Man kann es nur hoffen!)

Da wollen wichtige Infrastruktur-Unternehmen „modern“ sein und hängen wichtige Daten und Funktionen einfach mal ins Netz, ohne wirklich Ahnung davon zu haben, wie man das Ganze – z.B. gegen Hacker – wirkungsvoll absichert. Andere Firmen/Unternehmen verhalten sich genauso naiv und vertrauen voll auf die „neue“, digitale Technik. Das „Neuland“ hat halt seine Reize und macht vieles bequemer.

Die immer raffinierter agierenden Hacker der Welt hatte ich dabei zunächst garnicht so im Blick, ich habe mich nur immer wieder gefragt: Was machen die, wenn es z.B – durch welches Ereignis auch immer – einen globalen Stromausfall gibt? Wie kann man sich nur in eine solche Abhängigkeit begeben?!

Solche Gedanken hab ich mir immer schon gemacht, auch als wir noch auf MYLOPA lebten. Da wir uns dort beispielsweise das Wasser selbst aus dem Boden pumpen mussten, weil es bis zu uns – so weit draußen – keine Wasserleitung von der Gemeinde gab, haben wir darauf geachtet, dass wir nicht nur eine elektrische Pumpe hatten, sondern auch einen Brunnen mit Handpumpe.

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Außerdem einen großen Teich, in dem sich das Regenwasser sammeln konnte.

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Mir war jedenfalls immer klar, dass Menschen, die NICHT von den Errungenschaften des technisierten Zeitalters verwöhnt wurden, die noch vieles per Hand machen und viele händische Techniken kennen und praktizieren, im Fall der Fälle bedeutend bessere Überlebens-Chancen haben als wir Weicheier hier.

Nun der Hacker-Angriff auf die Telekom!
Und Studenten zeigen, wie man z.B. Wasserwerke und Energieversorgung lahm legt.

Ich mache mir Sorgen … 🙁