Krisen-Management

Au weia!
Wenn ich mir vorstelle, Deutschland müsste irgendwann einmal eine Atomkrise bewältigen, wird mir ganz anders. Zumindest dann, wenn ich es mit dem katastrofalen Krisen-Management in der aktuellen EHEC-Krise vergleiche. Da weiß oft die Linke nicht, was die Rechte tut, Fragen wurden nicht umfassend und so rasch wie möglich gestellt, (vermutlich gab es dafür zu wenig gut geschultes Personal, ich sag ja: man spart sich an den falschen Stellen zu Tode), Politiker mussten erst mühsam ihren Tiefschlaf beenden, ehe sie überhaupt reagierten, Vermutungen und Verdächtigungen werden von allen Seiten – ohne als Ergebnis von Laboruntersuchungen abgeschlossen gesichert zu sein – unters europäische Volk geschleudert, Existenzen vernichtet …

Ich kann mir den aufgescheuchten Hühnerhaufen also bestens vorstellen, falls in unserem Land tatsächlich mal ein Stromausfall die Kühlung eines oder mehrerer AKWs außer Kraft setzt, ein Flugzeug in eines der Reaktor-Dächer kracht, oder durch menschliches Versagen irgendetwas Schreckliches passiert. Glaube nicht, dass so etwas in unserem ach so tollen Land koordinierter verlaufen würde. Da sind hier die ewig langen Wege der Klein-Klein-Bürokratie und Kompetenz-Rangeleien vor …