Latzhosen und Wollpullover

Shayanna hat der gestrige internationale Frauentag an „Latzhosen, Birkenstocksandalen und selbstgeklöppelte Norwegerpullover“ erinnert, und sie schrieb, dass sie nie eine Frau war, die so etwas getragen hat.
Da musste ich dann doch ein bissel schmunzeln, denn ICH war GENAU so eine Frau, die sich auch heute noch am liebsten in bequeme, weite Klamotten hüllt – gerade jetzt natürlich, da diese Hüllen auch einiges mehr als früher zu verdecken haben. 😉
Mit Wollpullovern hab ich alles um mich herum bestrickt, alle Fenster mit holländischen Gardinchen behäkelt, und Birkenstock (also nicht unbedingt die Marke, aber die Machart) trage ich bis heute – selbst im Winter. Andere Schuhe kommen mir nicht an die Füße, da tut mir sofort alles weh.

Ich hab natürlich gleich in meiner Fotokiste gewühlt, und nun zeig ich euch mal, wie ich als „Latzhosenfrau (so Ende 20 bis Anfang 30) damals aussah.

Zuerst die blaue Latzhosen-Variante – im Gärtchen meiner damaligen Schwiegereltern:

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Damals immer dabei: Unsere beiden kleinen Hündinnen Mütze (links) und Dulle.

Dann die rot-braune Ton-in-Ton-Variante bei der Hochzeit von Freunden in Oer-Erkenschwick, bei der ich Trauzeugin war:

latzhose3
(Das Tier unten links ist übrigens kein Hund, sondern eine Ziege. Die haben die zwei zur Hochzeit geschenkt bekommen.)

Und bei der Arbeit auf dem noch ziemlich hässlichen, aber ausbaufähigen Hof – gerade frisch gekauft und noch nix dran gemacht – hatten natürlich auch die Arbeitshosen einen Latz:

latzhose2

Selbstverständlich besaß ich die Dinger damals in allen möglichen Formen und Farben, mehr Fotos davon hab ich aber auf die Schnelle nicht gefunden …

Ansonsten trug ich damals auch gern südamerikanische Strick-Folklore, wie hier:

myl katze schoss

19 Gedanken zu „Latzhosen und Wollpullover

  1. shayanna sagt:

    moin moin,
    hab grad ein dickes grinsen im gesicht!
    ja, genau so hab ich es mir vorgestellt…
    auch wenn heute bei mir die pullover und hemden nicht gross genug sein können, „untenrum“ gibt es seit meinen 15 lebensjahr nur eins : http://youtube.com/watch?v=UWdcZqG02Ls

    aber das liegt bestimmt auch daran, das ich die ersten jahre im job nur seriöse, dunkle „kostümchen“ tragen durfte 😉

    allerdings, ich gestehe: so eine blaue arbeitslatzhose hatte ich auch!
    liebe grüsse und einen schönen sonntag –
    und natürlich den streichler für Emma nicht zu vergessen –
    shayanna

  2. Brigitte sagt:

    Ha, mit solchen Pullover konnte ich handeln gehen, hatte mich rundum damit eingestrickt. Ich glaube, irgendwo in den Tiefen meine Dachbodens könnte sogar noch solch ein Exemplar schlummern. An Schuhen kommen auch nur Rennsemmeln an meine Füße :-). Latzhosen besaß ich allerdings nur eine, auf die war ich aber stolz wie Bolle.
    Tschüssi und schönen Sonntag
    Brigitte

  3. Eveline sagt:

    *LOL* Birkenstocks never ever – das beweist, dass Frau gscheider wird, heute muss es lieber bequem als schön sein *g
    Latzhose hatte ich eine in der Schwangerschaft, da kam das Bäuchlein besonders gut raus ;))))

    Hab einen schönen SONNtag 🙂
    LG Eveline

  4. Gertrud sagt:

    Ach, ist das immer wieder schön, Erinnerungen an jüngere Zeiten aufzufrischen!
    Es scheint, dass diese Phase bei mir nicht angekommen ist. Hatte nie Latzhosen.

  5. Elke sagt:

    Herrlich diese alten Fotos! Ich muss gestehen, ich war und bin zwar auch immer für’s Bequeme, aber Latzhosen, selbstgestrickte Pullis und Birkenstocks habe ich zumindest in dieser Kombination nie getragen. Eher Jeans, T-shirts aus Baumwolle und Turnschuhe – auch nicht viel vornehmer *lach*. Aber ich hatte auch meine „schnieken“ Zeiten, das kommt so, wenn man sich unter Zahnmedizinern rumtreibt. Inzwischen bin ich wieder bei meinen Lieblings-bequem-Klamotten angekommen.
    Liebe Grüße
    Elke

  6. Ulinne sagt:

    Für die Schule musste ich mich ja auch immer „fein“ machen, Elke. Mit ein Grund weshalb ich es nun frühpensioniert genieße. Ich habe es schon als Kind und Jugendliche fürchterlich gehasst, wenn meine Mutter mir feine, teure Kleidchen kaufen und anziehen wollte. Weil es deshalb immer wieder Theater gab, hab ich letztendlich dem Kauf dann irgendwann zugestimmt, die Sachen jedoch so gut wie nie getragen.

  7. Ocean sagt:

    guten Abend, liebe Ulrike 🙂 🙂

    wenn ich mir deine Kommentar-Antwort für Elke so durchlese – das kommt mir bekannt vor. Hab es auch immer gehaßt .. die „Sonntagskleider“. Und auch jetzt fühl ich mich in „leger“ noch am wohlsten. Wobei ich im Job ein paar Kompromisse eingehe 😉

    aber die Bilder sind toll – echte Zeitdokumente! danke fürs Zeigen 🙂 Ihr hattet auch immer Tiere um Euch, gell? das find ich schön. Heute hab ich übrigens auch Ziegen geknipst, und eine im Blog 😉 (ich vermute jedenfalls, dass es welche waren – sind ziemlich groß gewesen dafür …)

    Momentan muß ich mich leider ziemlich rar machen .. ausser Urlaubsvertretung jetzt auch noch Krankheitsvertretung und viel zu tun, Termine .. seufz. 😉 aber wird auch wieder anders 😉

    ich wünsch dir einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche 🙂
    ganz liebe Grüße an dich, und Extrakrauler für Emma 🙂

    ocean

  8. Sianna sagt:

    Oh, wie schön! Danke für die Fotos, Du Liebe.
    Ich trage auch gerne bequeme Sachen und Birkenstock (oder eben die Art) find ich klasse. Strickpullis würd ich auch tragen, allerdins krieg ich das (noch) nicht hin und leider gibt es niemand, der hierfür angeheuert werden könnte.

    *grins* und auf jedem Foto mit Tier, das find ich natürlich ebenfalls guuuuut 😉

    LG und einen guten Start in die neue Woche,
    Sianna

  9. sue sagt:

    also latzhosen hatte ich nur als kleinkind, und norweger stricken? nee… die sind doch soooo groß. meine geduld reichte in der regel nur für baby- und kleinkinderpullover. typ birkenstock ist nun mal bequem – gabs nur früher hier gar nicht.
    der frauentag war allerdings hoch gehängt. schon in meiner kindergartenzeit mussten wir im patenbetrieb anrücken und den frauen die ohren volljaulen (sorry – singen)… und dann gabs immer kekse und kakao. gebastelt wurde auch wie wild – von muttertag wusste ich lange jahre gar nichts.
    insofern ist mir der zusammenhang von frauentag und selbststrickten birkenstocklatzträgerinnen jetzt nicht wirklich klar *gg*

    richtig schön finde ich das letzte bild – aber das veranlasste meine tochter im vorübergehen zu quietschen ‚guck mal, auch so eine strähne mitten aufm kopf‘.
    hmpf – blondinen haben da gut lästern…

  10. Ulinne sagt:

    Ja, die grauen Strähnen auf dem Kopf fingen bei mir schon sehr früh an – ich glaube, so Anfang 20 …
    Mittlerweile hat die chemische Industrie – wenn man das alles über die Jahr(zehnt)e mal addiert – an mir bereits kräftig verdient. 😉

  11. sue sagt:

    der nachteil dunkler haare eben… obwohl die bei meinem vater doch sehr lange dunkelbraun waren – so er noch haare auf dem kopf hatte. den habe ich eigentlich selbst nicht mit haaren kennengelernt, mit 35 war da nur noch ein dunkelbrauner kranz hinten *gg*
    ich habe diese markante strähne an eben derselben stelle. bis vor 3-4 jahren war das noch verfassungsabhängig, ließ sich das wegrupfen und wenns mir gut ging, wuchs alles dunkel. damals stänkerte der nachwuchs, dass ich zum gremlin mutiere – die hatten auch so ein weißes büschel mittig aufm kopf. inzwischen allerdings würde ich mit der rupfmethode aussehen als hätte ich kreisrunden haarausfall oder so 😉

  12. Bine sagt:

    Hallo Ulrike,

    nach langer Zeit ein Gegenbesuch -irgendwie ist mir dein Blog in den Untiefen der Favoritenliste „verschütt“ gegangen.

    Und ich liege hier und kann nicht mehr vor Lachen. Warum? Ich habe deinen Beitrag meinem Mann vorgelesen, und er meinte nur „wie die Bine“. Ich trage auch bis heute gerne weite Pullover mit Schlabberhosen am Liebsten, dazu Birkis und inziwschen Crocks *ggg*, in allen anderen Schuhen bekomme ist sofort Blasen.

    Dann kamen die Fotos, und – ich glaube du bist meine Schwester, ich sah genauso aus in den 80ern, nur ein wenig jünger und die Haare bis zum Po :-).

    Schwesterliche Grüße

    Bine

  13. Ulinne sagt:

    Hi Bine (sorry für das „e“ vorhin),
    ja, nach langer Zeit. Irgendwie haben wir zwei uns in der Zwischenzeit wohl ein bissel aus den Augen verloren, aber gut, dass man sich – auf welche Weise auch immer – im Netz immer irgendwie wiederfindet. 😉
    Na, da hab ich meine kleine „Schwester“ aber mal gleich wieder in meine Blogroll gepackt – *grins* – auch wenn die so langsam ganz hübsch lang wird, und wenn ich es nicht jeden Tag schaffe, überall reinzuschauen, geschweige denn bei jedem einen Kommentar zu hinterlassen.
    LG – Ulrike

  14. Agnes sagt:

    Herrlich diese Bilder aus früheren Tagen!
    Das letzte kenne ich (glaube ich), ist das nicht auf Deiner Website?
    Ich hatte, vor 30 Jahren ungefähr, auch mal eine Latzhose, aber nur die eine. Aus schwarzem Cord, dazu trug ich einen rosafarbenen Pullover.
    Ich müßte auch noch ein Foto davon haben ;-))
    LG
    Agnes

  15. Sunny sagt:

    Oh, ich liiiebe solche alten Aufnahmen. Wenn ich nur mehr Zeit hätte. Da könnte ich auch einiges zur Belulstigung beitragen. Sind doch schön diese Erinnerungen, gell?

    Liebes eiliges Grüßle, liebe Ulrike,

    von Sunny 🙂

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