Marco W. – Meine 247 Tage im türkischen Knast

Marco Weiss, der Uelzener Junge, der in der Türkei wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs (viel zu) lange inhaftiert war, bisher noch immer nicht den Abschluss seines Verfahrens erleben durfte und mittlerweile wieder in Deutschland ist, hat ein Buch über diese für ihn sehr traumatische Zeit geschrieben:

Marco W. – Meine 247 Tage im türkischen Knast

MarcoW Tuerkei

Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
Verlag: Hamburger Kinderbuch; Auflage: 1 (1. Dezember 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866310072
ISBN-13: 978-3866310070
EUR 14,95

Falls man will und/oder neugierig ist, kann man das Buch hier bestellen.

Seine Anwälte sind „entsetzt“, einer hat sein Mandat mittlerweile niedergelegt. Sein Verleger Carlos Schumacher vom Hamburger Kinderbuch Verlag hofft darauf, dass das Schreiben des Buches für Marco therapeutisch wirken konnte. Sicher wird er aber auch auf das Weihnachtsgeschäft hoffen …

Hier der Spiegel-Artikel dazu.

Und hier die WebSite zum Buch.

11 Gedanken zu „Marco W. – Meine 247 Tage im türkischen Knast

  1. Trixie sagt:

    Der arme Junge man….. >:(
    Da habe ich mich damals tierisch drüber aufgeregt, dass wir nicht die Macht hatten, einen Deutschen in der Türkei aus dem Knast zurück in unser Land zu holen, vor allem, wenn man noch den schwachsinnigen Grund der Haft in Betracht zieht.
    Ich wünsche dem Autor, dass er wenigstens mit dem Buch richtig Kohle machen kann, damit das Ganze zumindest noch irgendwas Gutes abgeworfen hat…..
    Wobei ich den seelischen Schaden des Jungen natürlich als grosse Katastrophe ansehe, der leider durch kein Geld der Welt zu beheben ist.

    Trixies letzter Blogeintrag: Und der Schuldige heisst Chrille!!! *g*

  2. Ulinne sagt:

    Nein, ich habe nicht vor, dieses Buch zu lesen, aber ich war gestern so überrascht, dass es das überhaupt gibt, dass ich mir dachte, vielleicht interessiert es ja jemanden von euch. Immerhin war die Diskussion zu diesem Thema vor einiger Zeit recht heftig, so dass ich davon ausgehe, dass der ein oder andere Besucher hier Interesse daran haben könnte. So hab ichs halt mal vorgestellt.
    Weshalb fragst du, Mona Lisa, stört es dich?

  3. Elke sagt:

    Allzu clever scheint der junge Mann nicht zu sein. Ich fürchte schon, dass er damit ein Eigentor geschossen hat, aber das liebe Geld . . . Natürlich ist therapeutisches Schreiben eine prima Sache, hab ich auch schon gemacht, aber man muss es ja nicht veröffentlichen, vor allem, wenn eine solche wirklich sensible Sache noch nicht ausgestanden ist.
    Lieben Gruß
    Elke

  4. Ocean sagt:

    .. wegen dem Veröffentlichungstermin – den hätte man vielleicht erst festsetzen sollen, wenn auch klar ist, daß M. freigesprochen worden ist. Nur davon ausgehen, daß er freigesprochen wird – das reicht eben nicht – und nun ist die Verhandlung vertagt worden.

    Ob die im Spiegel erwähnten „Experten“ recht haben, daß die Veröffentlichung des Buches sich nicht aufs Verfahren bzw. Urteil auswirkt – das kann man nur hoffen 😉

    Ob wirklich Geld dahintersteckt .. ich weiß nicht. Kann man als Außenstehender nur schwer beurteilen. Vielleicht auch einfach der Wunsch, allen, die es hören bzw. lesen wollen, zu sagen, wie es wirklich war – eben um dem entgegenzuwirken, daß er als Vergewaltiger stigmatisiert wird. (Ich gehe jetzt mal von seiner Unschuld aus – und davon mal ganz abgesehen war es einfach zu lange – mit der U-Haft ..)

    Liebe Grüße an dich, und einen schönen Wochenstart (hoffentlich nicht so eklig kalt-nass wie hier 😉 )

    Ocean

    Oceans letzter Blogeintrag: Vorl.Umfrageergebnis / Agnostizismus / Amaryllis / Verschied./ Monsterchen-Fotoserie mit Fotoraetsel

  5. Agnes sagt:

    Dass der Junges sich seinen Frust von der Seele schreiben sollte ist ja bestens, aber warum gleich alles als Buch veröffentlichen?
    Damit hätte er warten sollen, bis der Prozeß beendet ist und er freigesprochen ist.
    Ich habe ein ungutes Gefühl, dass er die Beziehung zu den türkischen Gerichten damit nur einer neuen Krise aussetzt.
    Er hätte auf seinen Anwalt hören sollen.
    LG Agnes

  6. bernd sagt:

    Eigentlich sollte Marcos Buch „Her mit den kleinen Engländerinnen“ heißen. Es enthält nur die reine Wahrheit: englische Mädchen sind leicht bekleidet um aufzufallen, saufen gerne und treiben es mit jedem. Sogar wenn der halbe Freundeskreis und Familienangehörige dabei sind. Komisch, dass Charlotte und ihre Mutter das nicht bestätigen wollten. Haben die kein Gewissen? Man muss doch immer die Wahrheit sagen.

Kommentare sind geschlossen.