Meine „Quelle“ …

Mann, was bin ich sauer!!!
Sie nehmen mir meine Quelle weg!

Seit ich denken kann, hab ich immer mal wieder dort bestellt, jedes Mal gute Erfahrungen gemacht – besonders mit den Privileg-Elektro-Geräten (Waschmaschine, Kühl-/Gefrierschrank etc.), die durchweg nicht kaputt zu bekommen waren bzw. sind.
Mit Quelle stirbt tatsächlich „ein Stück deutsche Handelsgeschichte“ und ein Stück „Einkaufs-Heimat“ in Deutschland! Dieses Versandhaus wird vielen, vielen Menschen fehlen. Unglaublich, dass man das einfach im Nirvana verschwinden lässt!
Ja, und nun schieben sich Banken und Insolvenzverwalter Görg gegenseitig die Schuld an diesem Crash zu …

Ich frage mich, wie man in einer Situation, in der Quelle sich seit geraumer Zeit befindet, noch einen Millionen-Vertrag wie den mit dem letzten Manager (wie hieß nochmal dieser Typ, der zwar nichts erreicht hat, dafür aber 15 Millionen kassiert hat??) leisten konnte. Man müsste mal ausrechnen, wie lange alles noch zu halten gewesen wäre, hätte man dieses Geld nicht zum Fenster hinausgeworfen … 🙁

Irgendein GANZ Schlauer hat in einem der vielen Interviews, die z.Zt. zum Thema „Quelle“ durch die Medien laufen, gesagt, man hätte einfach falsche Entscheidungen gefällt, z.B. mit dem kürzlich erhaltenen Staatskredit in einen neuen Katalog investiert, statt in eine WebSite.
Ja, hat der noch nie ins Internet geschaut?
Die HABEN doch eine ordentliche WebSite
Die ist um nichts schlechter, als z.B. die WebSite von Otto & Co.
Blödmann!

Wenn es in unserem Land – bzw. in Europa – mit rechten Dingen zuginge, müsste der Staatsanwalt sich dringend um diesen „Fall“ und seine Protagonisten (wie Middelhoff z.B.) kümmern. Es kann doch nicht sein, dass „oben“ etliche Millionen weggeworfen werden – in den Rachen einiger Weniger, und dass nun alle übrigen Leute – Mitarbeiter und seit Jahrzehnten treue Kunden – darunter zu leiden haben.

ICH PROTESTIERE ENTSCHIEDEN!

2 Gedanken zu „Meine „Quelle“ …

  1. Sabine sagt:

    Über die Geschichte mit der fehlenden Website (so hörte es sich jedesmal an) musste ich auch immer wieder den Kopf schütteln. Ich habe doch schon jahrelang dort übers Internet bestellt. Mehr als traurig, dass man ein solches Unternehmen einfach so untergehen lässt.

  2. sue sagt:

    gestern habe ich einen ähnlichen beitrag gelesen – bei limone.

    neben dem neuen messegelände (10 minuten fußweg von hier entfernt) haben sie vor jahren ein versandzentrum hingebaut, in dem mal 800 leute beschäftigt waren. jetzt müssen nur noch 150 leute gegangen werden (die haben schon ihre kündigung), alle anderen wurden lange schon gegangen und durch zeitarbeiter mit hungerlöhnen ersetzt. hier in der tageszeitung war folgendes zum lokalen thema zu lesen:

    Um für Quelle eine reelle Überlebenschance zu sichern, war mit einem Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro die Finanzierung des neuen Katalogs bezahlt worden. Das Land Sachsen hatte sich mit fünf Millionen beteiligt, weil bei Quelle und im Umfeld 1.200 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.

    Das 1995 in Leipzig eröffnete Versandzentrum mit seinen 800 Mitarbeitern hängt fast ausschließlich am Quelle-Geschäft. Dazu kommen hunderte Jobs für Leiharbeiter in Spitzenzeiten und bei Zulieferern.

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