Perspektiven und mehr Aufmerksamkeit geben = Prävention!

Sowas und sowas kommt u.a. dabei heraus, wenn man Kindern und Jugendlichen keine ordentlichen Perspektiven gibt, wenn man am Personal spart, das sich professionell um sie kümmern könnte/müsste, wenn man Kinder- und Jugendeinrichtungen wegspart, wenn man weiter zu große Schulklassen hat, da man auch an mehr Lehrern spart, wenn nur wenige Jugendliche einen Ausbildungsplatz ergattern können (und das Problem auch nicht vom Staat durch entsprechende Maßnahmen aufgefangen wird) – kurz: wenn man das wichtige Thema „Kinder & Jugendliche“ in der Politik und bei den Kommunen zu wenig im Blick hat.

Und da muss man sich auch nicht wundern, wenn die Rechten auf diesem für die Gesellschaft wichtigsten aller Felder eine Menge Boden gewinnen. Die wissen anscheinend wie man es richtig macht und die Jugend begeistert …
Diesen Ewig-Gestrigen, die aus der deutschen Geschichte nichts, aber auch GAR NICHTS gelernt zu haben scheinen, das Feld zu überlassen, ist jedoch fatal!

zukunftdeutschland
Fotos: Dieter Schütz – www.pixelio.de

Ja, aber das notwendige Engagement für den Beginn eines jeden menschlichen Lebens würde Geld kosten, das man lieber für andere Dinge einsetzt … (ich glaube, da weiß jeder, was ich meine …)

Unsere politisch Verantwortlichen denken offenbar nur von 12 bis Mittag (in jedem Fall aber kaum über ihre eigene Machtperiode hinaus), und sie klappen dann überrascht und verständnislos die Kinnladen herunter, wenn wieder einmal die destruktiven Ergebnisse zu sehen sind.

Ich warte jetzt auf das Gekrähe nach Strafverschärfung (die oberflächlich billigste Lösung) – und an die Klagen der ohnehin schon überlasteten Richter/Gerichte, weil auch dort die Stellen fehlen, um rasch und adäquat reagieren, wenigstens ein bisschen Schadensbegrenzung betreiben zu können und damit minimal auszugleichen, was Politik und Verwaltungen versäumen …

Keine Angst, das wird noch schlimmer werden, wenn man nicht endlich umdenkt und entsprechend handelt! … 🙁

Und was ganz speziell einen Fall wie den des Totschlags in München anbetrifft: Hier würde schon sehr viel helfen, wenn die Umstehenden nicht nur schockiert zuschauten, sondern sich zusammentäten und eingriffen. ZIVILCOURAGE, nennt man das!
Ganz prinzipiell macht sich aber auch bei diesen Taten in oder an öffentlichen Verkehrmitteln schon wieder das Sparbedürfnis der Betreiber bemerkbar. Eigentlich gehören in jede Bahn Zugbegleiter, die auch für solche Fälle ausgebildet sind und im Notfall helfen können.

Man spart sich – wie man sieht – im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode …

Ein Gedanke zu „Perspektiven und mehr Aufmerksamkeit geben = Prävention!

  1. Wolfgang aus Greifswald sagt:

    Moin moin liebe Ulinne,
    ja, am Sonntag ist Wahl und wir alle gehen hin um es den Braunen Sch…kerlen so schwer wie möglich zu machen, ihre braunen DrecksStiefel über die Schwelle des ReichsTages zu setzen. Die ganzen Jahre hab ich immer SPD gewählt, die ganzlinksdunkelroten – neee, geht für mich gar nicht, wenn ich mir Herrn Lafo angucke, der, als er regieren sollte, GEKNIFFEN hat. Und unter der neuen Fahne, unter der er nun agiert, wird das anders? Glaub ich nicht. Und solange die Altstalinistenfraktion bei denen noch so stark ist, sollten wir die Finger davon lassen. Und seit die SPD so auffällig bei der Linken längsseits geht, hat sich die „alte Tante“ für mich aus der Wählbarkeit manövriert.
    Vielleicht sind ja die „Linke“- Ortsgruppen im „Westen“, die im Wesentlichen aus WASG-Leuten bestehen, anders drauf, aber Leute wie Herr Bisky- und so sind viele ihrer Ortsgruppenführer im Osten D-Lands drauf- machen mir angst. Pikanterweise sind die Wahlplakate der Linken und der NPD in Farbe und Design schrecklich ähnlich. Aber wie auch immer: es ist alles besser als dumpfes Nazitum – und so ist es wohl auch besser, PDS-SED-Linke zu wählen als gar nicht zu wählen. Das, was ich bei den Knall-Roten gut finde, ist ihr Ansinnen, die deutschen Soldaten aus Afghanistan zurückholen zu wollen. Denn das endet da unten eines schlimmen Tages wie in Vietnam. Die westliche Demokratie da rüberstülpen zu wollen – das wird einfach mal nichts. Bei mir heißt aber die erste Wahl GRÜÜÜÜÜN und die Zweitstimme auch.Mal sehen, was am Sonntag rauskommt. Sicher ist, daß wer auch immer ans Ruder kommt, ab Anfang Oktober die Katze aus dem Sack lassen wird, Mehrwertsteuererhöhungen, weitere Einsparungen überall, PKW-Maut oder Ähnliches, um das marode Staatssäckel zu sanieren. Wenn’s dann aber zum Schuldenabbau und nicht für BankerBoni verwendet wird, ist’s auch gut.
    In dem Sinne, liebe Ulinne, wünsch ich Dir, uns ein gutes WahlWochenEnde.
    LGr aus der schönsten Hansestadt am Ryck vom Wolfgang

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