Schiedsrichter: Der Unterschied zwischen Autorität und autoritär

Man hat in der Diskussion um Pädagogik ja gern mal „autoritär“ mit „Autorität“ gleichgesetzt und damit die „antiautoritäre Erziehung“ verunglimpft, obwohl damit keineswegs eine Erziehung ohne Autorität gemeint war.
Nun bei der Fußballweltmeisterschaft kann man das Ganze vielleicht anhand der Schiedsrichter und ihrer sinnvollen oder skurrilen Aktionen ein wenig verdeutlichen:

1. Es gibt Schiedsrichter mit Autorität.
Was heißt das?
Diese Männer haben Selbstbewusstsein, sie müssen sich nicht ständig beweisen, bei ihnen werden die Strafen gemäß dem Anlass eingesetzt, bzw. nicht eingesetzt. Ihre Entscheidungen akzeptiert man und findet sie angemessen und gerecht.

2. Dann gibt es autoritäre Schiedsrichter.
Was heißt das?
Diesen Männern fehlt es an Selbstbewusstsein. Sie missbrauchen ihren „Job“, um sich selbst zu beweisen und aufzuwerten, sie handeln „machomäßig“ über jedes angebrachte Maß hinaus, genießen ihre punktuelle „Macht qua Amt“, die sie zumindest in diesem Bereich haben (wenn schon auch sonst nicht in ihrem Leben), denn im Fußball-Sport gibt es – wie ganz allgemein im Sport -keine Demokratie und kein Mitspracherecht für alle Beteiligten. Jede von einem solchen Schiedsrichter gezückte Karte ist wie ein Signal ihrer Macht: Ich habe die Macht zu entscheiden, ich kann ein Spiel bestimmen, es zerstören, Mannschaften begünstigen oder benachteiligen.
Solche lächerlich egomanen und unfähigen Schiedsrichter-Figuren dürften bei einer Weltmeisterschaft eigentlich gar nicht eingesetzt werden.
Leider hatte auch unsere Mannschaft das Pech, an einen solchen zu geraten, und der Mann, der das Spiel gegen Ghana pfeift, scheint um nichts besser zu sein. (Wegen Manipulationsverdacht einige Zeit gesperrt, ein Kartenzücker vom „Feinsten“ …)

Wenn es allerdings möglich ist, eine vom SR übersehene Tätlichkeit in einem Spiel auch nachträglich noch zu ahnden, muss/sollte es auch möglich sein, falsche Schiedsrichter-Entscheidungen (z.B. die und die hier) nachträglich zu revidieren (schließlich gibt es mittlerweile den Videobeweis!), zu Unrecht vergebene Karten zurückzunehmen und einzusehen, dass es dafür keinen wirklichen Anlass gab – selbst wenn man das (auch durch solche Entscheidungen mitverschuldete) Spielergebnis damit nicht mehr ändern kann. Sonst ist das Ganze eine Farce.

Aber was red ich, ich bin ja nur ein Fußball-Laie – allerdings bilde ich mir ein, mit gesundem Menschenverstand und dem Gefühl für Gerechtigkeit gesegnet zu sein.
Ein solches Denken ist bei dieser geldgeilen FIFA jedoch nicht gefragt …