Stellungnahme …

… der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW ) zum „Fall“ Andrea Ypsilanti:

„Presseerklärung vom 7. November 2008

Andrea Ypsilanti verdient unseren Respekt

Zum vorläufig gescheiterten Politikwechsel in Hessen erklären Angelika Claußen, Vorsitzende der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW, Herwig Winter, Vorstandssprecher des BUND Hessen, Winfried Schwab-Posselt, Sprecher der Bürgerinitiative „Stopp! Staudinger“, und Emil Lauerwald, Sprecher der Bürgerinitiative „Biblis abschalten“:

Ein Realist weiß, dass Wortbrüche, Täuschungen und Lügen in der Politik an der Tagesordnung sind. Allein der hessischen SPD-Chefin Andrea Ypsilanti wird vorgeworfen, dass sie nach der Landtagswahl ein Wahlversprechen nicht einhalten konnte, weil sie versucht hat, ohne die abgewählte Hessen-CDU unter Roland Koch eine Koalitionsregierung zur Umsetzung des von ihr versprochenen Politikwechsels zu bilden. Andrea Ypsilanti wird pures Machtstreben vorgeworfen, während man die machtpolitische Durchsetzungsfähigkeit eines Roland Koch, dem fast jedes Mittel zur Erreichung seiner Ziele recht ist, als eine für einen Politiker positive Eigenschaft vermarktet.

Es geht in Wirklichkeit um die Inhalte der Politik, insbesondere der Energiepolitik.

Frau Ypsilanti wollte – wie im Wahlkampf versprochen – eine echte Energiewende durchsetzen. Dazu gehörte, das RWE-Atomkraftwerk Biblis abzuschalten, den Ausbau des E.On-Kohle-Großkraftwerks Staudinger zu verhindern und die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Hermann Scheer als designierter Wirtschaftsminister sollte dies alles umsetzen.

Das hätte Politik für Bürger statt für Energiekonzerne bedeutet. Das hätte Arbeitsplätze geschaffen. Das wäre der entscheidende Schritt zum Umbau des Energiesystems in einem Flächenland gewesen.

Doch das Vorhaben stieß auf massiven Widerstand. Frau Ypsilanti wurde in den vergangenen Monaten mit einer beispiellosen öffentlichen Kampagne überzogen. Die Rechnung ihrer Gegner ging auf.

Wir haben großen Respekt vor Frau Ypsilanti und der übergroßen Mehrheit der hessischen SPD, dass sie trotz aller Widerstände konsequent an der im Wahlkampf versprochenen Energiewende festgehalten haben. Sie wird kommen. Mit Andrea Ypsilanti wurden die richtigen Wege eingeschlagen.“

4 Gedanken zu „Stellungnahme …

  1. Norbert sagt:

    Hallo Ulline,
    wollte jetzt keinen Kommentar zu einem bestimmten Beitrag abgeben, sondern nur darauf hinweisen, dass ich Deine kritischen aber meines Erachtens auch objektiven Beiträge regelmäßig und mit großem Interesse lese.
    Irgendwie möchte ich Dir hiermit auch für Deine „Aufklärungsarbeit“ meinen Dank aussprechen. Den Tipp mit dem Weihnachtsgeschenk nehme ich gerne wahr und werde daher Dein Buch „Mylopa“ für meine Frau ordern. Den Titel „Fühl mal Schätzchen“ hat Sie mit großer Begeisterung verschlungen.
    Liebe Grüß von
    Norbert

  2. Ulinne sagt:

    Ja Norbert, ich bemühe mich, der teilweise doch massiven Propaganda der Mainstream-Medien etwas entgegenzuwirken. Logisch, dass ich dabei mittlerweile auch meinen eigenen Standpunkt gefunden habe und ein wenig besorgt bin um die (in meinen Augen) blauäugige und unkritische Gläubigkeit so mancher Zeitgenossen.
    Irgendwann (ich glaube, es war schon in jungen Jahren – um die Zeit, als ich mich intensiver mit dem Nationalsozialismus beschäftigt habe und fassungslos darüber war, dass die Menschen sich so haben täuschen und vereinnahmen lassen) hab ich mich entschlossen, nicht mehr alles zu glauben, was man mir vorsetzt und immer auch bestimmte Interessen dahinter zu vermuten.

    Für dein/euer Interesse an meinen Büchern bedanke ich mich mal artig … 😉

    Liebe Grüße zurück
    Ulrike

  3. Ulinne sagt:

    Hi Diane, schön mal wieder von dir zu lesen. 😉
    Das sagen DIE, deshalb hab ich den Text ja auch zitatmäßig in kursiv gesetzt.
    Aber ich bin der gleichen Meinung.

Kommentare sind geschlossen.