Stellungswechsel

Spätestens beim VW-Skandal wurde deutlich: Betriebsrats- und Gewerkschaftsvertreter stehen nicht zwingend auch auf der Seite derer, die sie zu vertreten haben. Dass die Verhältnisse bei VW da nur die Spitze des Eisberges sind, hab ich schon immer gedacht und mich gefragt, in wie vielen Betrieben es wohl ebenfalls Mauscheleien zwischen Betriebsrat und Führungsetage gibt.
Dieser Fall macht besonders deutlich, wie eng so mancher Gewerkschafter mit „denen da oben“ verbandelt ist und wie leicht man gekauft werden kann.
Pfui Teufel, Herr Hansen von der Transnet.
Jeder ist sich selbst der Nächste, was?
Da muss man sich natürlich – auch gegen der Willen der eigenen Mitglieder – vehement für eine Bahnprivatisierung einsetzen, wenn danach ein schönes Pöstchen für einen selbst winkt, nicht wahr?
Widerlich!

Da müssen sich Gewerkschaften nicht wundern, wenn ihnen die Mitglieder von der Fahne gehen und kein Vertrauen mehr zu ihren Funktionären haben.
Schade, dass man so etwas wie eine Vertretung für Arbeitnehmer, was vom Ansatz her so wichtig und eigentlich unverzichtbar für die Menschen ist, durch Korruption und Käuflichkeit derart in Verruf bringt und kaputt macht!