Steuern sparen

Heute gehts also weiter mit der Razzia gegen Steuerflüchtlinge. Bin gespannt, was dieses Mal dabei herauskommen wird.

Hach, ich würde ja auch gern meine Millionen ins Ausland bringen – *seufz* – wenn ich sie denn hätte. Vielleicht hätte auch ich nicht mal ein sonderlich schlechtes Gewissen dabei, erscheint mir so manche Steuer doch sehr an den Haaren herbeigezogen – nach dem Motto: „Wir haben uns da mal was einfallen lassen, um euch NOCH mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Z.B. die Mehrwertsteuer.
Was soll das? Wo ist der „Mehrwert“ eines Produktes oder einer Leistung, worauf man „Mehrwertsteuer“ zu zahlen hat? Das ist doch auch nur wieder so eine „Wir haben uns da mal was einfallen lassen …“ – Steuer.

Oder die neue Abgeltungssteuer.
Da hat man sich mühevoll von dem bereits versteuerten Einkommen ein paar Euro für schlechte Zeiten zurückgelegt, und dann werden auf die Zinsen dafür NOCH mal wieder 25% Steuern erhoben, die bisherigen Freibeträge für die „Kleinen“ werden uns gestrichen, so dass uns auch von unseren mickrigen Zinsen von ein paar wenigen Euronen noch 25% wieder abgezogen werden.
Was soll das??!

Und dann diese ständigen Änderungen im Steuerrecht, die nicht mal alle Mitarbeiter des Finanzamtes wirklich durchblicken. Weshalb macht man nicht endlich mal ein für jeden Trottel (wie mich) durchschaubares, einfaches Steuerrecht, das dann aber auch auf Dauer bleibt, so dass man sich darauf verlassen kann und nicht immer wieder einen Steuerberater braucht – wobei die Kosten für den inzwischen ja nun auch nicht mehr absetzbar sind? Weshalb stopft man nicht endlich auch die Schlupflöcher für die Reichen und schafft diese ungerechte „Selbstanzeige“-Regelung ab?
Kommt mir ein bissel vor wie „Beschäftigungs-Therapie“ für die Mitglieder der Finanzausschüsse im Bundestag. Eigentlich sollte man doch Sinnvolleres zu tun haben …
(Ja, ja, ich weiß. Was ist wichtiger, als an das Geld der Bürger zu kommen?)

Ja, und wenn sie uns dann schon die unsinnigsten Steuern aus der Tasche gezogen haben – WAS MACHEN SIE DANN DAMIT??
Sie werfen es in vielen Bereichen „großzügig“ zum Fenster hinaus, verfügen darüber, als sei es ihr eigenes Geld (ohne uns jemals zu befragen), werfen es beispielsweise inkompetenten Bankern in den Rachen, bügeln eigene Fehlentscheidungen damit aus, bezahlen völlig überteuerte Rechnungen und, und, und …

Da kann einem doch schon mal die Zornesröte ins Gesicht steigen, oder?
Und da KANN man – wenn man es sich leisten kann und wenn es sich lohnt – auch schon mal über einen anderen „Weg“ für sein Geld nachdenken …

Übrigens: Dass unsere Angela nun so tut, als sei ein Handeln wie das vom Post-Zumwinkel für sie unvorstellbar, kommt mir ja sowas von verlogen vor. Erinnert sie sich überhaupt nicht mehr an Geschichten aus der eigenen Partei??? Kann doch nicht sein, dass sie so vergesslich ist, oder?
Na, was redet sie dann für einen Unsinn?

6 Gedanken zu „Steuern sparen

  1. Elke sagt:

    Dass unser Steuerrecht eine einzige Katastrophe ist, ist wohl wahr. Selbst unser Steuerberater sagt immer, es ist alles so kompliziert, die wollen doch beschis*** werden. Nur können die ganz Reichen da immer noch den größten Nutzen raus ziehen, das ist die Ungerechtigtkeit. Und wenn sie denn erwischt werden, gibt es immer so merkwürdige Vereinbarungen und Schlupflöcher, aus denen die dann doch noch einen Nutzen ziehen. Und zu der Verschwendung von Steuergeldern habe ich nichts hinzu zu fügen. Das ist eh schlimm ohne Ende.
    LG – Elke

  2. Kalle sagt:

    Angel vergisst immer das Elend der eigenen Partei; Verdrängung aus Selbstschutz nennt man das….um weiter re“gier“en zu können. Obwohl die Gier bei den Politikern parteiüber“greifen“d ist: „Ich schnapp mir alles was geht…“

  3. Pixelfree sagt:

    Hallo Ulinne, das hast du sehr gut erkannt. Mich wundert es, dass hier in Deutschland nicht schon Anfänge einer kommenden Revolution zu verzeichnen sind. Wir werden doch nur noch über den Tisch gezogen. Der kleine Mann (oder Frau) trägt mit seinen Steuerzahlern den Bockmist, den die politiker veranstalten bzw. sich durch windige Entscheidungen Freunde aus der Wirtschaft schaffen, die sich natürlich erkenntlich zeigen.

  4. Norbert sagt:

    Hallo Frau Linnenbrink,
    Ihren Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen! Da Sie damit auch sehr treffend meine eigene Meinung widerspiegeln, werde ich in Zukunft mal öfter Ihre Seiten besuchen.
    Noch 2 Bemerkungen zum Thema Steuer:
    Der Sohn meines Bruders wurde wegen Steuerhinterziehung verhaftete und zu Gefängnis verurteilt. Das damals sehr gut laufende Geschäft (ca. 200 Mitarbeiter) existiert inzwischen nicht mehr. Mein Neffe wollte z.B. Weihnachten zu seiner Familie wurde abgelehnt. Steuerhinterziehung ist in diesem Land das größtmögliche Verbrechen. Es sei denn bei den Schuldigen handelt es sich um Parteien oder Politiker. Ich selbst bezahle von einer sehr kleinen Rente inzwischen bereits ca. 46 % Ertragssteuer.
    Viel Spaß mit Ihrem neuen Haushaltsbuch. Leider wird es Ihnen nicht dabei helfen, Steuern zu sparen.
    Norbert

  5. Hans Kolpak sagt:

    Sobald eine Steuer dazu mißbraucht wird, Entwicklungen in der Volkswirtschaft zu beeinflussen, verfehlt sie ihren Zweck. Freie Bürger werden zu Steuervieh degradiert.

    Das Ziel könnte sein, nach dreißig Jahren nur noch 10 Prozent Umsatzsteuer einzunehmen unter Wegfall von 95 Prozent aller steuerverwaltenden Arbeitsplätze und dem Wegfall aller anderen Steuern samt ihrer Erhebungsformen.

    Um zu lernen, wie unsere Volkswirtschaft darauf reagiert, laufen Subventionen aus, wird eine Bagatellsteuer nach der anderen abgeschafft und weitere Einzelmaßnahmen auf den Weg gebracht. Fachleute dafür haben wir schließlich genug.

    Es gibt keinen einzigen Grund, daß ich mir darüber auch noch Gedanken mache. Ich delegiere diese Aufgabe gerne an die Fachwelt der Finanzen. Schließlich brauche ich auch noch Zeit, mich meinem neuen Hobby zu widmen: http://www.einfacheSteuer.de

    Hans Kolpak
    Biß der Woche

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