Streiks der ErzieherInnen

Es ist wohl eine Frage der Wertigkeit. Die Betreuung und Erziehung unserer Kinder scheint da auf der Rangliste ziemlich weit unten zu stehen.
Anders ist nicht zu begreifen, dass man Managern & Bankern z.B. das Geld massenhaft in den Rachen wirft, ErzieherInnen in Kindertagesstätten/Kindergärten jedoch mit Beträgen abspeist, bei denen die Arbeitgeber eigentlich in Schamesröte getaucht sein müssten – so sie denn ein Gewissen haben und ein Gespür für die Wichtigkeit dieser wertvollen Arbeit für die Gesellschaft.

Das gleiche Problem haben wir bei der Lehrer-Besoldung:
Je kleiner die Kinder, desto geringer das Gehalt.
Dabei wird gerade bei den Kleinsten die Grundlage für ein ganzes Leben gelegt.

Unbegreiflich …

Ich kann die Streiks der ErzieherInnen jedenfalls bestens verstehen, denn ihre Belastung und die Bedeutung ihrer Arbeit ist enorm! Das Gehalt dagegen: eine Unverschämtheit!

Nicht verstehen kann ich die TV-Statements der Tussis, die mit ihrem Nachwuchs völlig überrascht vor verschlossenen KiTa-Türen stehen und nicht mehr wissen, wie sie nun so plötzlich deren Betreuung organisieren sollen.

Mein Tipp:
Ab und zu mal Nachrichten hören oder schauen, dann bist auch DU rechtzeitig informiert.

Ja, und so GAR nicht verstehen kann ich die selbstständige Mutter, die zuhause arbeitet und nun völlig verzweifelt ist, weil ihr Kleener ihr während dieses Streiks doch tatsächlich zwischen den Beinen herumwuselt und sie bei der Arbeit stört … *kopfschüttel*

3 Gedanken zu „Streiks der ErzieherInnen

  1. Anna-Lena sagt:

    Die Erzieherinnen haben in ihrem Streik meine vollste Unterstützung. Ich habe selbst vor meinem Schuldienst einige Jahre in einer Kita gearbeitet und kenne die inzwischen noch schlechter gewordenen Arbeitsbedingungen sehr genau.

    Die Grundschullehrer profitieren von der Arbeit in den Kitas und die weiterführenden Schulen von den Grundschulen.

    So wundert mich nicht, was wir besonders in diesem Jahr für Problemfälle in unseren 7. Klassen haben. Erzieherinnen und Grundschullehrer können nicht auffangen, was schon im Elternhaus versäumt wurde und wenn die Kids zu uns an die weiterführenden Schulen kommen, ist oft Hopfen und Malz verloren.

    Aber wo wird gespart?
    Auf dem Rücken unserer Kinder.

    Anna-Lena

    Anna-Lenas letzter Blogeintrag: Lebensuhr

  2. Dagmar sagt:

    Ich bin der Meinung es sollte genau umgekeht sein, je jünger die Kinder umso höher das Gehalt der Erzirherinnen,oder Lehrer.Denn wie du schon schreibst wird in der Kindheit die Grundlage für das ganze Leben gelegt, und daran sollte/darf man doch nicht sparen.
    LG Dagmar

    Dagmars letzter Blogeintrag: Den ganzen Tag regnet es heute bei uns

  3. Ulrike/Ulinne sagt:

    Ja, Dagmar, genauso sehe ich das auch. Aber für einige ist es wohl schwieriger, mit dem Fachwissen umzugehen. Von daher legt so mancher den Schwerpunkt anders …

    LG – Ulrike

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