Teure Kirchenaustritte

Hier kann man wieder einmal sehen, worum es den christlichen Kirchen in erster Linie geht: nicht um den Glauben (vermutlich wissen da eh die meisten, dass das eigentlich Quatsch und Lügenkram ist), sondern um Macht und – vor allem – Geld:

PANORAMAKirchenaustritt: Gebühren und Schikanen

kirchenaustritt-panorama

Man achte am Ende des kleinen Videos besonders auf die unsäglichen „Argumente“ und Rechtfertigungen des evangelischen Oberkirchenrates Thomas Begrich für das „besondere Kirchgeld„, das ein bereits aus der katholischen Kirche ausgetretener Mann für seine evangelische Frau, die bisher noch nicht ausgetreten ist, zu zahlen hat. Selten eine so dämliche und dreiste Begründung für Abzocke gehört. Da sind die Evangelen offenbar um nichts besser, als die Katholen …

Da krallt man sich die kleinen Kinder, die noch nicht selbst entscheiden und sich nicht wehren können, durch die Kindertaufe, und wenn man sich aus dieser Umklammerung und Abkassiererei als Erwachsener wieder lösen will, wird man auf unverschämte Weise zur Kasse gebeten.

Kirche – was für ein krimineller Märchen-Verein – man kann es nur immer wieder sagen!

5 Gedanken zu „Teure Kirchenaustritte

  1. Christelinchen sagt:

    Da fällt man doch vollends vom Glauben ab.
    Wenn dich ein Bettler um einen € bittet, du ihm den verweigerst und er dir ihn anschließend mit Gewalt wegnimmt so ist das Raub und er wird vom Staat verurteilt. Wenn die Kirche das macht, wird sie vom Staat darin noch unterstützt.
    Dieser Beitrag ist ein Argument für die Trennung von Kirche und Staat.
    Besonders überzeugend fand ich das Argument, dass der Ehemann, wenn er seine Frau liebt, für sie doch gern Kirchensteuer zahlt. Ich würde vorschlagen, wenn sie ihn liebt, tritt sie gleich auch aus.
    Nun ja, was soll man dazu sagen? Man muss schon lange überlegen, bis einem solche Argumente einfallen. Käm ich nie drauf.
    Viele liebe Grüße
    Christelinchen

  2. Troeltsch sagt:

    ISt doch richtig, was der Begrich sagt: Steuerlich werden nun mal Ehepaare gemeinsam veranlagt, da sollte man als Ehemann oder Ehefrau auch den Kirchenbeitrag anteilig so mittragen wie andere Abgaben, die sich aus der gemeinsamen Veranlagung ergeben und wenn man sich liebt, dann tut man das auch gerne! Aber wer vordergründig nur gegen dié Kirchen anstänkern will, der hört filigrane Argumente eh nicht . . .

  3. Ulinne sagt:

    Schlimm genug, Troeltsch, dass der Staat sich erdreistet, für diese Sekten auch noch Geld einzutreiben. Wir haben eigentlich eine Trennung zwischen Kirche und Staat.

    Ein vergleichbares Beispiel:
    Wenn ein Ehepaar in einem Verein Mitglied ist und einer der Partner tritt aus, muss der andere auch nicht weiter für seinen ausgetretenen Partner einen Ausgleichsbonus mitbezahlen.
    Du hast ja eine niedliche Argumentation für eine solche Abzocke mit Staatshilfe …

  4. Seelenbalsam sagt:

    …derzeit findet der ÖKT in München statt, und ich dachte, alles sozial, aber das stimmt nicht, ein Dauerticket von vier Tagen kostet einen Besucher satte 89,-€ und dann rechnet man das mal hoch, es sind zig Besucher in München, ziemlich viele unverschämte Menschen, die denken, München hätte nur auf sie gewartet, und die zahlen alle brav und verleugnen irgendwie die letzten Tatsachen.

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