Überleben helfen!

Ich sehe gerade Hannes Jaenicke im ZDF – Volle Kanne, mein Morgenprogramm.
Und da ich ihn nun so sehe und ihm wieder mal zuhöre, denke ich daran, dass ja auch ich vor ein paar Monaten ein Stück Regenwald aus dem Projekt BOS (Borneo Orangutan Survival), von dem er immer wieder gern und engagiert erzählt, gekauft habe.

BOS logo

Ja, und da fällt mir ein, dass ich ja auch hier einmal auf dieses tolle Projekt aufmerksam machen könnte … 😉

Seit ich von Hannes Jaenickes vielseitigem Engagement weiß, sehe ich ihn übrigens in einem sehr viel positiveren Licht, denn als Schauspieler mochte ich ihn eigentlich nie sehr …

Und dass er heute Morgen überhaupt bei „Volle Kanne“ war, hatte (wie bei den meisten Gästen dieser Sendung) einen Grund:
Während der nächsten Tage läuft zu unterschiedlichen Zeiten (z.B. am Mittwoch, 13. August 2008 um 23:15Uhr) die Doku „Einsatz für Orang Utans„.
Ich hab das vor dem Kauf meines Stückchen Regenwalds schon gesehen, und danach konnte ich einfach nicht anders …
Finde auch, sowas kann man nicht oft genug wiederholen.

Und – mal ehrlich – 3,-EUR pro qm Regenwald tun doch nicht wirklich weh, oder? Also wenigstens 10qm sollte man sich da schon leisten, denke ich …

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Und da wir schon mal beim „Überleben helfen “ sind, muss ich euch auch noch von einem anderen Projekt erzählen, das nicht nur Orangs, sondern der gesamten Menschheit beim Überleben helfen könnte.

Hab am Wochenende einen tollen Bericht über Douglas Tompkins und sein Südamerika-Engagement gesehen: Der Paradiesmacher.

Douglas Tompkins, Gründer der Marken ESPRIT und THE NORTH FACE, hatte vor etlichen Jahren sein Schlüsselerlebnis, und er beschloss, aus dem Höher-Weiter-Reicher-Manager-Geschäft auszusteigen und seinen Reichtum zu nutzen, viel, viel Land in Südamerika – in Chile und Argentinien – aufzukaufen und daraus Nationalparks zu machen, u.a. den Pumalin-Park.

pumalin

Tompkins Frau Kristin, selbst ebenfalls Gründerin eines erfolgreichen Unternehmens – Patagonia Footwear, unterstützt ihn in vollem Umfang, warf ebenfalls ihre Manager-Karriere hin und engagiert sich zusammen mit ihm gegen die Macht großer Konzerne und der Politik vor Ort, die in gewohnter Einmütigkeit andere Pläne mit dem Land haben und mittlerweile sogar in Erwägung ziehen, die Tompkins zu ENTEIGNEN, um die eigenen Ziele, ein großer Staudamm und eine unsinnige Straße mitten durch Tompkins Naturreservat, durchzusetzen!

Die Philosophie der Tompkins (die mir SEHR sympathisch ist!):
Die ganze Zivilisation muss auf das Notwendigste zurückgedrängt werden. Wir müssen sie wieder neu ordnen. Weniger Menschen, weniger Naturverbrauch, weniger industrielles Wachstumzurück in die Zukunft.

Kein leichtes Ziel, sicher halten viele die Tompkins wegen ihrer Visionen auch für Spinner und unrealistisch, aber ihr Projekt ist real, und es ist für mich einleuchtend, dass die Menschen auf dieser Welt anders wohl keine dauerhafte Überlebenschance haben werden – besonders wenn man bedenkt, in welch unglaublichem Ausmaß die Weltbevölkerung jedes Jahr wächst und ernährt werden muss/müsste …

Seht euch diese Bilder von den blühenden Landschaften an – oder die Fotos hier .
Hach, wenn ich jünger wäre, würde ich mich sofort auf den Weg machen und zu helfen versuchen …

2 Gedanken zu „Überleben helfen!

  1. Irmgard sagt:

    Ich finde das Engagement von Hannes Jaennicke auch prima. Habe im Programmheft die Beschreibung des Beitrags gelesen – und mir wurde übel, als ich las, dass Orang-Utans in Bordellen (!) benutzt werden. Der Mensch ist doch die schlimmste Bestie. Mehr fällt mir dazu nicht ein :-(.

    Irmgards letzter Blogeintrag: Zähne putzen kann auch lustig sein 🙂

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