Unser täglich Brötchen

Gerade bei Irmgard gefunden: Unser täglich Brötchen, eine neue Wallraff-Recherche. (Dank an diesen engagierten Mann!!!)

Ich frage mich, ob solche Firmen im rechtsfreien Raum agieren dürfen. Solche Betriebe gehören dicht gemacht!

Ansonsten soll man in dieser Republik nicht mehr über „Menschenwürde“ reden – wie z.B. im Rahmen der Stammzellen-Diskussion. Wer gegen solche Zustände wie beim Lidl-Zulieferer Weinzheimer als Politik und Justiz nicht einschreitet, sollte das Wort „Menschenwürde“ NIE wieder in den Mund nehmen! (Da können die auf ihrer WebSite noch so sehr dementieren, ICH glaube Walraff!)

3 Gedanken zu „Unser täglich Brötchen

  1. Ulrike sagt:

    eine verdummende Gesellschaft verroht … tut mir leid, aber so empfinde ich das, was im Moment so um uns herum passiert! Die Spaßgesellschaft, die für immer weniger Arbeit immer mehr Geld wollte, ist vor die Wand gefahren in ihrer Oberflächlichkeit. Probleme werden ‚gemeisert‘ durch Ignoration oder sie werden eben aus dieser Welt geschafft … Und wenn es durch Mord ist!

    Tja, wenn auch in unserer Kultur die Frauen wieder an den Herd gebunden werden, dann würden sich vielleicht auch mehr Großmütter um ihre Enkel kümmern. So müssen es die Mütter und Väter selber tun. Aber mir ist es so wie es eigentlich bei uns sein sollte, lieber! Denn da werden auch keine Mädchen beschnitten oder umgebracht, wenn sie sich falsch verlieben … Und: wissen wir, wieviele Kinderleichen dort liegen???????

    Ich bin gegen Vergleiche mit anderen Kulturen, sondern für Ursachenforschung in uns und in unserem Land! Und da ist die Oberflächlichkeit so erschreckend für mich. Aber solange die Menschlichkeit zusammen mit der Menschenwürde (s. auch Dein Beitrag zum Lidl-Zulieferer etc.) ad acta gelegt sind, solange werden auch Nachbarn lieber dummen Comedy- und Crime-Abenden mit Chips fröhnen als sich selbstbewußt den Profitgeiern und Mächtegern-Politkern geschlossen entgegen zu stellen und gegen das nun herrschende moderne Sklaventum anzugehen, solange wird es diese unsäglich Morde geben. Weil Stumpfsinn und Ausbeuterei jedes Selbstwertgefühl vernichten …

    Und mehr schreibe ich nicht – weil ich sonst die Nacht hier sitzen würde!

    Und ich setze es hier rein – weil im passenden Eintrag die Rechenaufgabe 10 + 3 von mir mit 13 falsch gelöst wurde. Sagt Dein Programm, liebe Namensschwester.

  2. Irmgard sagt:

    Danke, Ulrike,
    dass du den Beitrag auch verlinkt hast! Ich werde auch gleich noch einen Link dazu setzen. Gerade habe ich bei der anderen Ulrike kommentiert, weil ich merkte, dass mein Kommentar zu Deinem vorigen Beitrag missverstanden werden konnte. Außerdem hatte ich den Artikel nicht ganz gelesen, weil mich schon die ersten Zeilen schockten. Manchmal schaffe ich es nicht, mir solche Sachen anzutun und genauer zu lesen, denn ich verstehe solche Menschen einfach nicht.
    Wegen dem Dementi: Da glaube ich auch eher Günter Wallraff. Ich habe selbst gesehen, wie eine Firma trickst, um bei Kontrollen gut dazustehen. Und wie gerne Behörden weggucken, wenn es um Arbeitsplätze geht. Habe es selbst schon bei einem Bekannten gesehen, der auch in einer Firma mit ähnlich üblen Arbeitsbedingungen gearbeitet hat.

  3. Gucky sagt:

    Ich glaube auch, was Wallraff da geschrieben hat.
    Allerdings muß man sich immer vor Augen halten, daß er auch interpretiert und seine persönliche Meinung und Empfindung da einfließen.
    Aber wenn man nur die „nackten“ Fakten sieht, ist es schlimm genug, was er zu berichten hat.
    Die „Störfeuer“ einer Betriebsleitung die einen Betriebsrat verhinden will, kenne ich zur Genüge. Schließlich war ich einer derjenigen, die den ersten Betriebsrat in einem Kino, genauer in einer Kinokette, etabliert hat.
    Aber die Leutchen in der Bäckerein haben einen Fehler gemacht und sich nicht die Unterstützung der Gewerkschaft geholt (nehme ich an). Denn dann hätten sie gewußt, daß bei einer Betriebsversammlung der Betriebsrat das Hausrecht hat und sogar den Arbeitgeber des Raumes verweisen kann !
    Meiner Meinung nach wären die Leute dort ängstlich, uninformiert und auch feige und hatten keinerlei Zusammenhalt obwohl diese miesen Bedingungen sowas doch gerade hätten fördern müssen.

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