Ypsilanti?

Fast müsste man dem Herrn Clement für seinen (eigentlich parteischädigenden) Zwischenruf dankbar sein. Hätte es diesen Lobbyisten/Mietmaul-Ausrutscher nicht gegeben, wäre der Name Ypsilanti heute nicht in aller Munde. Der RWE- und Leihfirmen-Mann hats doch tatsächlich geschafft, diese Frau deutschlandweit bekannt zu machen.
Nicht schlecht – wenn vermutlich auch nicht so beabsichtigt.

Und – mal ehrlich – obwohl ich mich nicht gerade als SPD-Anhängerin bezeichnen würde (die Schröder-Politik hat sie mir endgültig unglaubwürdig und für die eigene Klientel unwählbar gemacht) ich finde Ypsilantis Mund (nicht nur äußerlich, sondern auch das, was raus kommt) tausend Mal schöner/lieber, als den/der vom brutalst-möglichen Koch …

Wird Zeit, dass – nach Metzger (bei den Grünen) – nun weitere Wirtschafts-Maulwürfe aus der SPD verschwinden. Vielleicht wirds dann ja irgendwann doch wieder was mit der Partei … (Wenn auch nie mehr für mich.)

6 Gedanken zu „Ypsilanti?

  1. Holzmichel sagt:

    Danke für Deinen Besuch bei mir.
    Ich habe mich gefreut. Ich dachte mir schon. dass Du mich mit Diane nicht verwechselst, sondern dass Dir ein Versehen passiert ist.
    Aha, Ypsilanti, da vertrete ich eine etwas andere Ansicht. Ich schreib da morgen mal was drüber.
    Guten Abend
    und Servus
    Richard

  2. Ulrike sagt:

    Hi Richard,
    ich war schon öfter bei dir zu Besuch. 😉
    Ja, schreib mal was drüber, bin neugierig und komme morgen natürlich gucken …

  3. Richie sagt:

    Das Lobbyistentum ist der größte Makel in der Politik. Klaus Brandner, bis vor kurzem wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD, war „nebenbei“ auch noch 1. Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle in Gütersloh. Damit hat er mal locker noch seine Diäten aufgebessert und konnte wunderbar die Gewerkschaftspolitik im Kreis „bundespolitisch korrekt“ mitgestalten.

    Egal wo, meiner Ansicht nach kann es nicht sein, dass Mandat und Amt in einen Interessenskonflikt geraten. Es haben schon Abgeordnete nicht an Abstimmungen teilgenommen, weil sie im falschen Aufsichtsrat gesessen haben.

  4. Ulinne sagt:

    Nu ja, wenn die nicht abstimmen, hat man ja noch Glück gehabt, dann haben die offenbar selbst doch noch ein bissel Ehrgefühl. Denn *wenn* sie abstimmen, kann man ja schon vorher sagen, *wie* sie abstimmen.
    Wenn ich es zu sagen hätte, wären Nebeneinkünfte für Volksvertreter überhaupt nicht erlaubt. Radikal weg damit.
    Freiberufler müssten dann halt nach einer Vertretung suchen für die Zeit, in der sie in den Landesparlamenten oder im Bundesparlament sitzen – und allen anderen müsste ein gesetzlich verankertes Rückkehr-Recht in den vorher ausgeübten Beruf (und bei der Stellung, die man vorher einnahm) eingerichtet werden.
    Das muss möglich sein – auch gegen ein Aufbegehren der Wirtschaft, denn schließlich tun die Abgeordneten in ihrer Amtszeit nicht nur etwas fürs „gemeine“ Volk, sondern auch für die Volkswirtschaft.

    Ach ja … *seufz* – wenn nur alles so ginge, wie man sich das wünscht … 😉
    Aber wenn die Wirtschaft den Leuten den Job *danach* verspricht, kann man eh nix machen.

  5. Ulrike sagt:

    RWE und Co. sind nun mal die Unternehmen, in denen die Parteien (alle!) ihre nicht mehr benötigten Politiker unterbringen … und sie können das ganz einfach, weil ihnen diese Unternehmen fast gehören. Das vergißt man häufig, aber schau Dir die Aktionärsstrukturen an – z.B. ist das RWE so gestrickt, dass die Mitarbeiter tatsächlich bei Versicherungen etc. darauf pochen können, dass sie zum Öffentlichen Dienst gehören. Einfach, weil über 60 Prozent der Anteile in öffentlicher Hand gehalten werden. Und da bekomm ich krause Fingernägel – zum einen hauen die werten Politiker auf den Stromkonzernen rum, zum anderen werden sie abgeschöpft über die Dividenden und bessern so marode staatliche Kassen auf (welche am meisten ist wieder am Aufsichtsrat zu sehen und an den Bürgermeistern, die da drin sitzen …). Insofern sucht die Wirtschaft nicht diese Damen und Herren, sondern bekommt sie zum Versorgen von der werten Politik (der Herr Müller und Ruhrgas ist auch so ein gutes Beispiel dafür. Oder der Ehemann der allseits so beliebten Schauspielerin Wied, der auch bei der RWE landete als Backnang einen besseren OB gefunden hatte.

    Zu Kochs Äußerungen habe ich eine ganz andere Meinung. Hier wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, aber im Grunde hat er doch recht! Es geht doch nicht, dass Kinderbanden stehlen und hehlen und vom Staat gesagt wird: ei, das darfst du doch nicht und nun geh mal nach Hause und spiel mit den Modellautos – oder ähnlich. Irgendwas muss doch da passieren – natürlich nicht Kinder hinter Gitter, aber vielleicht die Eltern? Neeeee – aber Aufsicht über das werte Elternhaus schon und Maßnahmen, die noch ausdiskutiert werden müssen. Und: seltsamerweise hat sich keiner aufgeregt als Herr Schröder ähnliche Forderungen erhoben hatte vor Jahren. Irgendwie bleibt tatsächlich nur zu hoffen, dass sich das ganz korrupte System bald totläuft und Steuergelder wieder da eingesetzt werden können, wo sie gebraucht werden: beim Volk (ich denke mal in dem Kinderzusammenhang an wirkliche Jugendämter u.ä.).

    Aber gleich Dir habe ich auch die Nase voll von jeglichen Parteien – eine wie die andere sind sie vor allen Dingen für sich selbst da. Und dank ihrer Parteiendisziplin läuft keine Gefahr, dass unsere Damen und Herren Volksvertreter gem. dem Grundgesetz abstimmen werden …

    Liebe Grüße von Ulrike

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